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Engagement

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AKW


Ausstieg: Die Schweizer Sektion der PSR/IPPNW engagiert sich seit ihrer Gründung für den weltweiten Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Atomenergie. 

Knebelvertrag: PSR/IPPNW Schweiz setzt sich dafür ein, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) unabhängig wird. Im Jahre 1959 hat die IAEA, die sich der Förderung der zivilen Atomenergienutzung verschrieben hat, die WHO vertraglich dazu verpflichtet, sich in allen Gesundheitsfragen die an Atom gebunden sind nur soweit zu äussern, als es die Interessen der IAEA, somit der Atomindustrie, nicht verletzt. Dies hat dazu geführt, dass sich die WHO nie ernsthaft zu den Folgen von Tschernobyl geäussert hat und nun auch über Fukushima unzureichend informiert. PSR/IPPNW fordert, dass der IAEA/WHO-Vertrag von 1959 revidiert wird.

Strahlenschutz: Die PSR/IPPNW Schweiz setzt sich kritisch mit Fragen des Strahlenschutzes auseinander, analysiert neue Erkenntnisse und publiziert regelmässig zu diesem Thema.

Tschernobyl: Seit dem Super-Gau von Tschernobyl beschäftigen sich Schweizer IPPNW-ÄrztInnen mit den Folgen der Nuklearkatastrophe und unterstützen unabhängige Wissenschaftler in den betroffenen Regionen.

PSR / IPPNW Schweiz engagiert sich zudem im Vorstand des Vereins Allianz „Nein zu neuen AKW“ (ANNA) der aktuell 36 Organisationen/Parteien umfasst. Die «Allianz Nein zu neuen AKW» setzt auf die Zukunft und damit auf die umwelt- und sozialverträgliche Nutzung neuer erneuerbarer Energien und auf Stromeffizienz. Die seit Fukushima rapide Entwicklung der Meinungen in Bevölkerungs- und Regierungskreisen wird der Schweiz in den nächsten Jahren eine Volksabstimmung diesbezüglich wahrscheinlich ersparen. www.nein-zu-neuen-akw.ch

Uranbergbau, eine unerlässliche Voraussetzung für den Betrieb von AKW und den Bau von Atombomben, zerstört die Lebensgrundlagen indigener Völker, ihre heiligen Stätten und auf viele Generationen hinaus ihre Gesundheit. Der Bergbau kontaminiert das Grundwasser, und in den anfallenden Abraumhalden bleiben große Mengen radioaktiver Strahlung erhalten. Die IPPNW macht über dieses Thema Aufklärungsarbeit und strebt eine Ächtung von Uranabbau an.

Atomwaffen

Der Glaube, dass die globale Sicherheit durch die 20'000 bestehenden Nuklearwaffen garantiert wird, ist absurd. Diese Massenvernichtungswaffen bedrohen im Gegenteil den internationalen Frieden und das menschliche Überleben. Auch die Produktion und die Lagerung dieser Waffen sind inakzeptabel. Wenn sie, selbst in begrenztem Einsatz, je zur Anwendung kämen, würden hunderttausende Menschen sofort sterben und es käme zu einer massiven regionalen radioaktiven Verseuchung. Der Staub in der Atmosphäre hätte weltweite andauernde Effekte auf das Klima mit Temperaturanfall, verminderter Agrarproduktion und Hungersnöten. Die einzig sinnvolle Antwort diesbezüglich ist die Prävention - ein Grundprinzip in der Medizin: nukleare Abrüstung ist die unentbehrliche Maßnahme zur Verhütung eines Atomkriegs.

PSR/IPPNW Schweiz setzt sich für Atomwaffenfreie Zonen als ersten Schritt zu einer atomwaffenfreien Welt ein. Am IPPNW-Weltkongress von 1993 in Mexiko verabschiedeten die Delegierten eine Resolution, die weltweit die Schaffung von atomwaffenfreien Zonen verlangte. Inzwischen gelten die Antarktis, Lateinamerika, der Südpazifik, Südostasien, Afrika und Zentralasien als atomwaffenfreie Zonen. Die Schweizer Sektion von PSR/IPPNW engagiert sich insbesondere für die Schaffung einer atomwaffenfreien Zone in Europa und im Mittleren Osten.

PSR/IPPNW beteiligt sich an der internationalen Kampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen „ICAN“, die eine Konvention zur Abschaffung der Atomwaffen fordert, im Sinne der bereits existierenden Konventionen über chemische, biologische Waffen und Antipersonenminen. www.icanw.org

PSR / IPPNW Schweiz veranstaltet Symposien und Kongresse zum Thema Abrüstung, fördert den Dialog mit Entscheidungsträgern.

Im Jahre 2010 hat sie den IPPNW-Weltkongress „Nuclear Abolition: For a Future“ in Basel mit über 800 Teilnehmern durchgeführt.www.ippnw2010.org
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