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PSR/IPPNW Schweiz - Jahresbericht 2003/2004
| JahresberichtNr |
9 |
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Publikations-/ resp. Aenderungsdatum |
30.11.2004 00 00 00 |
| Berichtsperiode |
2003/2004 |
| Ort der GV |
Zürich |
| Jahresbericht |
Vereinsjahr: 1. November 03 bis 31. Oktober 04
Liebe Mitglieder
Mit grossem Engagement, viel persönlichem Aufwand und Einsatz, hat PSR/IPPNW Schweiz dieses Jahr Lobbyarbeit für die Änderung des Knebelvertrages von 1959 zwischen der WHO und IAEA betrieben. Solange und Michel Fernex, Andi Nidecker, Jean-Luc Riond und Claudio Knüsli leisteten Überzeugungsarbeit an der WHA in Genf. Nebst einem persönlichen Treffen mit dem Generaldirektor der WHO, Dr. Lee Jong-wook, wurden Treffen mit Delegierten organisiert, Briefe geschrieben, Kontakte und neue Netzwerke geknüpft oder vertieft. Es gilt unbedingt zu verhindern, dass der Abschlussbericht über die Tschernobylkatastrophe (kommt 2005) nicht mit den offiziellen Zahlen, nämlich 32 Soforttoten und 2’000 Schilddrüsenfällen, erscheint.
PSR/IPPNW Schweiz leistete dazu namhafte Unterstützung für das Institut Belrad, damit die Cs-137 Messungen sowie das Pektinprogramm für die Kinder weitergeführt werden konnte.
In der „Middle East Commission“ arbeiteten Arthur Muhl und Andi Nidecker mit IPPNW-Mitgliedern aus ganz Europa engagiert an einem Lösungsansatz für das Nahost-Problem. Das Engagement sieht starke Initiativen unter Einbezug hochrangiger Politiker vor.
Am IPPNW-Weltkongress in Peking wurde PSR/IPPNW von unserem Vorstandsmitglied Heike Tomalak vertreten. Heike hat anlässlich der Generalversammlung von der Konferenz zusammenfassend berichtet und informierte mit einem Artikel in den PSRnews 03/04.
Für Prof. Bandazhevsky konnten endlich erhebliche Hafterleichterungen erreicht werden.
Zudem war PSR/IPPNW im April prominent an den Gedenkveranstaltungen zum 18. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe in Basel vertreten. Mit Informationsständen, Unterschriftenlisten, Zeitungsberichten und Fernsehinterviews konnten viele Menschen auf die nach wie vor drängende Problematik „Zivile Atomkraft“ hingewiesen werden.
Aktivitäten im Detail:
November 2003
3. November: Michel Fernex hält einen Vortrag über die medizinischen Folgen von niedrigen inkorporierten Strahlendosen anlässlich der Konferenz von „Nature et Progrès (Marjolaine)“ in Paris.
4. November: Arthur Muhl nimmt am „achten Focus Osteuropa“, der Jahreskonferenz der Schweizer Ostzusammenarbeit teil. Eine Veranstaltung der SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) mit Referentin Micheline Calmy-Rey.
15. November: Tagung des “Europäischen Sozial Forum” (ESF) in Paris. Michel Fernex nimmt an der Pressekonferenz und dem Roundtable mit den Themen „Freilassung von Prof. Bandazhevsky“ und „WHO/IAEO Abkommen“ teil. Es wurden 2 internationale Kampagnen zu diesem Thema lanciert.
22. November: Vorstandssitzung und anschliessende Generalversammlung der PSR/IPPNW Schweiz im Kirchgemeindehaus in Winterthur.
Dezember 2003
11. Dezember: Martin Walter und Claudio Knüsli treffen Nationalrat Remo Gysin betreffend der Forderung eines Schweizerischen Zentralen Krebsregister.
17. Dezember: Remo Gysin reicht die mit Martin Walter und Claudio Knüsli formulierte Anfrage „Krebsregister „ im Nationalrat ein.
Produktion und Versand der PSRnews 03/2003.
Januar 2004
Dank Michel Fernex erscheint in der Swiss medical Weekly eine weitere Publikation zum Thema unseres Symposium vom Feb. 2003 „Reducing the 137Cs-load in the organism of „Chernobyl” children with apple-pectin” von Prof. Nesterenko.
Februar 2004
19. Februar: Vorstandsitzung in Basel
19. Februar: Michel Fernex hält in Minsk den Vortrag „Doubts and hopes about the CORE project anlässlich der von der deutschen Botschaft und deutschen NGO’s organisierten Konferenz betreffend „Tschernobylhilfe und das Core-Projekt“. Der Vortrag wurde in den PSRnews 01/2004 publiziert.
März 2004
1. März; Zum Anlass der Oscarverleihung und dem Preisträgerfilm „Chernobyl heart“ versenden wir die von Solange Fernex verfasste Pressemitteilung „ein Oscar würdigt die Opfer von Tschernobyl“
10. März: Arthur Muhl nimmt an der Tagung „Genfer Initiative: wie weiter? teil, an die er vom persönlichen Berater von Micheline Calmy-Rey eingeladen wurde.
15. März: Andi Nidecker verfasst Aufruf an Dr. Silberschmidt vom BAG, betreffend „Abänderung des Vertrages zwischen der WHO und der IAEA vom 28. Mai 1959 – Wiederaufnahme einer Petition z. hd. der World Health Assembly vom Mai 2004“
27. März: Jean-Luc Riond organisierte ein Treffen der Romandie-Mitglieder in Lausanne bei Jacques Diezi.
April 2004
25. April: Vorstandsitzung in Basel
25. April: Anlässlich des Tschernobyl-Gedenktages organisierten wir eine Sonntagsmatinée im Kultkino Atelier in Basel, gezeigt wurden die Filme von V. Tschertkoff und E. Andreoli „le sacrifice“ und „Nukleare Kontroverse“ mit anschliessender Diskussion im Beisein der zwei Filmemacher.
25. April: Am Sonntagabend stand das Hauskonzert mit „Stella Maris Basilea“ in Basel auf dem Programm. Eingeladen hatten die Familien Albrecht, Iselin, Blattmann, denen wir herzlich danken, PSR/IPPNW Schweiz und der Verein „Kinder von Tschernobyl, Weissrussland“. Der Erlös des Benefizkonzertes ging vollumfänglich an den Verein „Kinder von Tschernobyl, Weissrussland“.
25/26. April: Claudio Knüsli organisierte mit Greenpeace zusammen auch dieses Jahr wieder eine Tschernobyl-Mahnwache an der Schifflände in Basel. Die Aktion brachte grosses Medienecho, viele gute Passantengespräche und viele Unterschriften für die Petition „Auflösung des Knebelvertrages WHO/IAEA“ und „eine Million Europäer für den Atomausstieg“.
Produktion und Versand der PSRnews 01/04
Mai 2004
5. Mai: Jean-Luc Riond und Michel Fernex treffen Hans Peter Lenz, Sektionschef Europa & GUS des DEZA. Besprochen wurden untern anderen die Themen: „Beitrag zur Messkampagne Cs137 bei Kindern durch das Institut Belrad“, Beitrag Neubau „Belrad“ und das „Core-Projekt“.
7.-9. Mai: Andi Nidecker vertritt uns am Kongress der IPPNW Deutschland „Atomwaffen & Atomenergie in einer instabilen Welt“ in Berlin.
17-22. Mai: Solange und Michel Fernex, Andi Nidecker und Jean-Luc Riond nehmen an der WHA in Genf teil und betreiben Lobbyarbeit für die Petition „WHO/IAEA“.
29. Mai: Gute Nachrichten aus Weissrussland: Prof. Bandazhevsky konnte durch unermüdlichen Einsatz von vielen Menschen und Organisationen aus dem Gulag befreit werden. Er kann nun unter erleichterten Haftbedingungen seine zu Unrecht erhaltene Strafe absitzen.
Juni 2004
3. Juni: Mailaussand an sämtliche IPPNW-Sektionen, Aufruf zur Lobbyarbeit „Änderung des WHO/IAEA-Vertrages“.
9. Juni: Auf Initiative von Arthur trifft sich die „Middle East Commission“ in Basel. Neben Arthur Muhl und Andi Nidecker waren Liz Waterston (Medact England), Francine und Abraham Behar (AMFPGN Frankreich) und Matthias Jocheim (IPPNW Deutschland) mit dabei. Ausgearbeitet wurde starke Initiativen unter Einbezug hochrangiger Politiker, ein Treffen mit der IAEA betreffend „Atomwaffenfreie Zonen im Nahen Osten“ konnte organisiert werden.
22. Juni: Michel Fernex, Andi Nidecker und Claudio Knüsli treffen den Generaldirektor der WHO, Dr. Lee Jong-wook. Diskussionspunkte: Abschlussreport der Tschernobylkatastrophe 2005, und „WHO/IAEA-Agreement“.
Juli 2004
30. Juni – 7. Juli: Solange und Michel Fernex reisen nach Weissrussland: Erstmals seit Jahren konnten sie Prof. Bandazhevsky besuchen. Während ihrer Reise führten sie auch wichtige Gespräche mit unter anderen dem Repräsentanten des DEZA, Mathias Weingart, und dem Französischen Botschafter. Weiter besichtigten sie die Baustelle des neuen Institutes „Belrad“, auf der eifrig gearbeitet wird. Das Institut, konnte durch zahlreiche Spenden auch von PSR/IPPNW Schweiz realisiert werden und wird voraussichtlich Ende Jahr fertiggestellt sein.
August 2004
21. August Vorstandssitzung in Lausanne. Wir durften Yves Christen, Nationalrat, begrüssen, er referierte über die Neue Bewegung Schweiz. Ein grosse Freude war es auch, dass Jacques Diezi, der sich wieder ein verstärktes Engagement in der PSR vorstellen kann, mit dabei war.
Produktion und Versand der PSRnews 02/2004
September 2004
6. –10. September: Martin Walter nimmt am Kongress „Childhood Leukaemia“ in London teil.
12. September: Jean-Luc Riond nimmt an der Internatio
nalen Kundgebung „Atommüll in Benken?, So nicht.„ teil und verkündet eine Botschaft der PSR/IPPNW Schweiz. Bundesrat Leuenberger reagierte auf diese Kundgebung mit dem Wunsch zur Prüfung von Alternativen zum Endlager für hochradioaktiven Atommüll im Zürcher Weinland.
Durch den unermüdlichen Einsatz von Martin Walter und Andreas Nidecker konnte die Publikation unsere Symposiums „Rethinking Nuclear Energy and Democracy, After September11, 2001“ in der Reihe „IPPNW Global health Watch“ rechzeitig zum Weltkongress herausgegeben werden. Das Buch kann bei PSR/IPPNW Schweiz bezogen werden.
13.-15. September: Michel Fernex folgte der WHO-Einladung als Beobachter am “Chernobyl Forum, 3rd Meeting of the Expert Group „Health“ on Chernobyl Studies of Non-Cancer Effects and Health Care Programs“ teilzunehmen.
16.- 19. September: Heike Tomalak vertritt die PSR/IPPNW Schweiz am Weltkongress in Peking. Sie vertrat dort unter anderen unsere Anliegen: „Middle East Commission“ und „WHO/IAEA-Abkommen“.
17. September: Jean-Luc Riond trifft den Kampagnenleiter Aaron Tovish von „Mayors for Peace“, die von PSR/IPPNW Schweiz unterstützt wird. Es wurde ein Aktionsplan betreffend der NPT Review 2005 ausgearbeitet, Ziel ist Kontakte mit den Stadtpräsidenten und Parlamentariern herzustellen.
Oktober 2004
17. Oktober: Brief von Arthur Mul und Jean-Luc Riond an BR Micheline Calmy-Rey zur Unterstützung der Initiativen Ihre Departements im Zusammenhang mit der Kommission der Menschenrechte der UNO.
25. Oktober: Wir nehmen an der von IPPNW-Frankreich lancierten Kampagne „Leserbriefe für J.F. Kerry“ in den Zeitungen der „Swinger-Staaten“ teil.
Organisation der Generalversammlung 2004, Versand der Einladungen.
Für den Jahresbericht
Jean-Luc Riond, Präsident
Claudia Bürgler, Geschäftsführerin
PSR/IPPNW Schweiz, November 2004
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