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PSR/IPPNW Schweiz - Jahresbericht 2006/2007 deutsch
| JahresberichtNr |
18 |
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Publikations-/ resp. Aenderungsdatum |
29.11.2007 11 00 54 |
| Berichtsperiode |
2006/2007 deutsch |
| Ort der GV |
St. Gallen |
| Jahresbericht |
PSR/IPPNW Schweiz
Jahresbericht 2006/2007 (1. 11.2006 bis 31.10.2007)
Liebe Mitglieder
Unser Hauptengagement und die arbeitsintensivste Aufgabe im letzten Vereinsjahr war sicherlich die Organisation des Kongress „Nuclearisation in Europe and the Middle East – from Threat to Preventive Action“, der im März auf dem Monte Verità stattgefunden hat.
Wir hatten ausgezeichnete Vertreter und Vertreterinnen aus dem Iran, aus Deutschland, der Schweiz, aus Schweden und auch aus Neuseeland
Das Hauptergebnis war: Meinungsbildner konnten sich untereinander auch zwischen den Vorträgen auseinandersetzen, neue Ideen sind entstanden, Ideen die teilweise geschlafen haben sind wieder auferweckt worden. Journalisten haben mit den Vertretern aus Iran, Israel und den deutschen Friedensforschungsinstituten diskutiert und wertvolle Informationen austauschen können. Auf vielfachen Wunsch, werden wir die Konferenz als Periodikum etablieren zu versuchen und sind bereits seit dem Sommer mit der Planung Monte Verità 2008 beschäftigt. Wir konnten als Mitorganisatoren Pugwash und IALANA sowie die deutsche und österreichische IPPNW Sektion gewinnen.
Auch unser Engagement für die Stilllegung von Atomkraftwerken und gegen die geplanten neuen AKWs hat grosse Priorität. Um die Kräfte gegen die Stromlobby zu bündeln, sind wir der von Greenpeace initiierten „Allianz Stopp Atom“ für eine AKW freie Schweiz beigetreten. In der Allianz sind bereits über 20 sozial, politisch und wirtschaftlich engagierte Organisationen vertreten. Hauptziel des Stopp Atom Forums ist es, den Neubau von Atomkraftwerken in der Schweiz zu verhindern. Deshalb gilt es, Probleme, Risiken und Sicherheitsmängel der Atomkraft bekannt zu machen, die Legendenbildungen der Atombefürworter aufzudecken und aufzuzeigen, dass die Versorgungssicherheit mit erneuerbaren Energien gewährleistet ist. Unter der Federführung von Greenpeace soll die Stopp-Atom-Bewegung neu profiliert und repositioniert werden. In einem Grundsatzentscheid sollen sich die Mitglieder auf eine gemeinsame Schweizer Stopp-Atom-Strategie verpflichten, welche im Rahmen eines regelmässig stattfindenden Stopp-Atom-Forums umgesetzt wird. Als Zeithorizont gilt die Referendumsabstimmung gegen den Bau von neuen Atomkraftwerken, die voraussichtlich im Jahr 2012 stattfinden wird. Martin Walter vertritt PSR / IPPNW zudem im Vorstand des Forums.
Wie schon im letzten Jahr, motivierten wir ein paar StudentInnen am IPPNW Studenten Kongress im April in Porto teilzunehmen und sponserten Reisekosten. Das Ergebnis hat uns alle sehr gefreut, zurückgekommen sind sehr motivierte und begeisterte StudentInnen, die nun den Aufbau einer Schweizer Studentengruppe vorantreiben, eine Gruppe hat sich im September mit einem Teil des Vorstandes in Elm zu einen Einstiegswochenende getroffen.
Im Oktober, im Anschluss an den internationalen Kongress „Nuclear Weapons: The Final Pandemic“ in London, an dem wir mit einer Viererdelegation teilgenommen haben, fand das IPPNW Board of Directors Meeting statt, an dem auch über unsere Bewerbung für den Weltkongress 2010 entschieden wurde. Wir haben die Zusage erhalten, eine grosse wichtige Arbeit wird auf uns zukommen, die uns alle sehr fordern wird und wir auf Unterstützung unserer Mitglieder angewiesen sein werden
Aktivitäten im Detail:
November 2006
• Vorstandssitzung und Generalversammlung in Zug. Als Gast durften wir den Iranischen Botschafter Minister Mohammad Khodadadi begrüssen.
• Günter Baitsch nimmt am Vorstandstreffen der IPPNW Deutschland in Kassel teil.
Dezember 2006
• Produktion und Versand der PSRnews 03/2006
Januar 2007
• Vorstandsretraite in Riehen bei Marianne und Günter Baitsch. Gleichzeitig wurden die Einladungen für den Kongress „Nuclearisation in Europe and the Middle East - from Threat to preventive Action“ sowie die Mitgliederbeitragsbriefe verpackt und versandt.
• Eine Delegation der Schweizer PSR / IPPNW trifft Tariq Rauf von der IAEA in Wien zusammen mit Vertretern der IPPNW Deutschland und Österreich. Besprochen wurde unter anderem die Idee einer atomwaffenfreie Zone Europa und im Nahen/Mittleren Osten, unser Kongress auf dem Monte Verità und die unvereinbare Doppelrolle der IAEO, die als Atompolizei agiert und gleichzeitig die zivile Nutzung der Atomenergie propagieren soll.
• Wir konnten einen Beitrag über den Monte Verità Kongress mit dem Titel „Ärztliches Handeln als Beitrag zur internationalen Sicherheitspolitik“ in der Schweizerischen Ärztezeitung publizieren.
Februar 2007
• Druck und Versand des definitiven Programms des Monte Verità Kongresses.
März 2007
• 22. – 25. März Kongress „Nuclearisation in Europe and the Middle East – from Threat to Preventive Action“.
• Presseversand der Abschlusserklärung des Kongresses.
April 2007
• Vorstandsitzung in Olten. PSR / IPPNW beschliesst die Initiative „Schutz vor Waffengewalt“ zu unterstützen und tritt dem Trägerverein bei.
• 4 Schweizer MedizinstudentInnen nehmen mit Unterstützung von PSR/IPPNW am internationalen IPPNW Studenten Kongress in Porto teil
• Claudio Knüsli und Andi Nidecker organisierten ein Treffen mit Alyn Ware vom PNND (Parliamentary Network for Nuclear Disarmament) und den Nationalräten Remo Gysin und Paul Günter. Das Netzwerk von Abgeordneten für nukleare Abrüstung wurde im März 2001 gegründet, um Abgeordnete und andere Mitglieder der Legislative in die Abrüstungsbewegung einzubinden.
Mai 2007
• Martin Vosseler mit Crew hat die Überquerung mit dem Sun-21 Solarboot
gemeistert und wird in New York mit viel Presseecho empfangen.
• Auf Initiative von zwei Medizinstudenten, die sehr engagiert/motiviert vom Kongress in Porto zurückgekehrt sind und mehr über PSR / IPPNW wissen wollten, arrangierten wir ein Treffen mit einem Teil des Vorstandes bei Marianne und Günter Baitsch.
• Michel Fernex und Jacques Moser nehmen am WHA Assembly teil und stellen anlässlich der sechzigsten World Health Assembly im Palais des Nations in Genf den Antrag auf eine Änderung des Vertrages von 1959 zwischen der WHO und der IAEA. Unterstützt wurde die Aktion mittels Manifestationen draussen vor dem Gebäude lang über die Dauer des WHA hinaus.
Juni 2007
• Produktion und Versand der PSRnews 01/2007 sowie des Supplementum „summaries of presentations“ des Monte verità Kongresses.
Juli 2007
• Vorstandsitzung in Biederthal bei Michel Fernex. Wir durften Martin Vosseler begrüssen, der uns seine Atlantiküberquerung mit dem Solarboot eindrücklich schilderte.
August 2007
• Wir nehmen an der Gründungssitzung des Stopp Atom Forums in Bern teil und werden im Vorstand mit Martin Walter vertreten sein.
• Aussand an unsere Mitglieder mit Spendenanfrage für Monte Verità 2008. Überraschend viele Mitglieder spendeten die gewünschten Fr. 100.- und mehr
September 2007
• StudentInnen-Einstiegswochenende mit Vorstand und 4 interessierten Studenten und StudentInnen in Elm.
• Produktion Postkarten und Film für ein Atomwaffenfreies Europa. Die Aktion wurde in Zusammenarbeit mit IPPNW Schweden realisiert.
• Claudio Knüsli und Andi Nidecker referierten an der Veranstaltung „Ein Erbe des kalten Krieges: Radioaktive Verseuchung im Gebiet der Ex – Sowjetunion“, die vom Freundes- und Förderkreis Osteuropa im Institut für Pathologie in Basel organisiert wurde.
Oktober 2007
• Eine Vorstandsdelegation nimmt an der Konferenz "Nuclear Weapons: The Final Pandemic" in London teil und präsentieren die Postkarten und den Film „für ein atomwaffenfreies Europa“. Die IPPNW und das britische Katastrophen- und Konfliktforum der Royal Society of Medicine haben die Konferenz gemeinsam vorbereitet. (Die Postkarten können auf www.ippnw.ch und sekretariat@ippnw.ch gratis bezogen werden).
• Martin Walter nimmt an der 1. Vorstandsitzung des Forum Stopp Atom teil.
• Aussand der Mahnungen und Generalversammlungseinladungen mit Beilage „Unterschriftenbogen Initiative Schutz vor Waffengewalt“
15/11/2007 cb/ck |
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