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Friedensarbeit / Soziale Verantwortung in Zeiten der Corona Pandemie.

veröffentlicht um 30.03.2020, 07:36 von Claudia Bürgler   [ aktualisiert 06.04.2020, 07:31 von Claudia Bürgler ]
Die Corona Pandemie zeigt deutlich auf, was an Friedensarbeit und Solidarität weltweit geleistet werden muss.

Die Forderung von UN-Generalsekretär Guterres nach einem sofortigen globalen Waffenstillstand muss sofort umgesetzt werden. Auch die Zivilist*innen in Krisengebieten müssen vor der Pandemie geschützt werden. Die lang anhaltenden Konflikte haben die Gesundsheitsysteme massiv geschwächt. Auch die verhängten Wirtschaftssanktionen seitens der EU/USA gegen den Iran, Kuba, Nordkorea, Venezuela und Simbabwe müssen sofort ausgesetzt werden.

Die Schweiz darf nicht zuschauen, wie auf griechischen Inseln Asylrechte ausgesetzt werden und tausende von Menschen in hygienisch unhaltbaren Zuständen ausharren. Wir fordern, wie unzählige andere Organisationen in der Schweiz, dass mit anderen Europäischen Ländern sofort ein Kontingent Flüchtlinge aufgenommen wird, bevor die Zustände und Ausbreitung des Virus eine nicht mehr lösbare menschliche Tragödie fordern. 

Um eine weltweite humanitäre Katastrophe zu verhindern,  liegt es an der  Schweiz, Länder mit schwachen Gesundheitssystemen grosszügig mit Hilfs- und Finanzmittel zu unterstützen.

Innerhalb der Schweiz zeichnet sich ab, dass die bis jetzt kommunizierten Massnahmen dazu führen, dass die Schwächsten in der Gesellschaft durch die Maschen fallen: Obdachlose, Sans Papiers, Asylsuchende, etc. Auch die geplanten wirtschaftlichen Hilfeleistungen schliessen viele aus. Während man mit der Swiss bereits über Staatshilfe redet, werden Selbständige nur ungenügend oder gar nicht unterstützt.

Sorgen bereiten uns zudem auch unsere überalterten AKW, schon in "normalen" Zeiten  ein Risiko, wie gefährlich kann der Betrieb während einer Pandemie werden?

Und keineswegs dürfen wir zulassen, dass die Viruskrise den Klimaschutz von der politischen Agenda verdrängt.

Und auch das Thema "Abschaffung der Atomwaffen" ist dringender denn je. Die Schweiz muss nun endlich den Atomwaffenverbotsvertrag unterschreiben und ratifizieren.

Um einigermassen unbeschadet aus dieser Krise zu kommen, ist ein Umdenken unumgänglich.

Nutzen wir die Chance!

PSR / IPPNW Schweiz

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