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Nordkoreas Atomtest Anlass zur grossen Besorgnis

veröffentlicht um 12.02.2013, 04:20 von Claudia Bürgler   [ aktualisiert 12.02.2013, 12:52 von Martin Walter ]
ICAN
 (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) und IPPNW Schweizverurteilen die heute von Nordkorea durchgeführten Atomwaffen-Tests und befürchten, dass diese einen möglichen Einsatz ermöglichen könnten. 

"Die Argumentation der Atomwaffenstaaten, dass Ihre nuklearen Arsenale wesentlich zur ihrer Sicherheit dienen, ist falsch, sie bringen nur grössere Anreize für die Weiterverbreitung“ sagt Akira Kawasaki, Co-Vorsitzender der ICAN. "Nur wenn wir alle Atomwaffen durch ein Verbot und einen internationalen Vertrag abwerten, können wir das Risiko reduzieren, dass Länder wie Nordkorea weiter Atomwaffen  entwickeln.

Dieser dritte Nordkoreanische Atomtest, so wurde berichtet, ist grösser als die vorherigen, und zeigt auf, dass die traditionellen Ansätze und Institutionen zur Verhinderung und Abrüstung von Atomwaffen nicht ausreichend sind.

"Nordkoreas Tests zeigen auch, dass diese Art von Atomwaffen auch gegen Städte wie Tokio und Seoul, gerichtet werden könnten, mit katastrophalen humanitären Folgen.", bemerkte Dr. Rebecca Johnson, Co-Vorsitzender der ICAN.

Der Einsatz von Atomwaffen hat unvergleichliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und der Umwelt . Die katastrophalen Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Nahrungsmittelproduktion sind Länder- und Generationen überschreitend. 

"Atomwaffen sind unmenschlich, nicht akzeptabel, und entsetzliche Waffen, und kein Staat sollte stolz sein, sie zu besitzen oder anstreben, sie zu erwerben. Die Beibehaltung von Atomwaffen ist kein Symbol von Macht oder Kraft, sondern eine ständige Erinnerung an katastrophales, humanitäres Leid, das sie verursacht haben oder in Zukunft verursachen können", sagt Beatrice Fihn, Herausgeberin  der Studie " Unsägliches Leid - die humanitären Auswirkungen der nuklearen Waffen".

"Der neuste Atomwaffen-Test unterstreicht die Dringlichkeit für alle Länder, einschließlich derjenigen ohne Atomwaffen, die Verhandlungen für die Abschaffung aller Atomwaffen zu starten", sagt Beatrice Fihn.  Sie weist auf das ICAN-Civil Society Forum hin, an dem sich am 2.-3. März in Oslo mehr als 400 Vertreter von NGO’s  versammeln, um auf die Unzumutbarkeit von Atomwaffen und die Notwendigkeit eines internationalen Verbotes aufmerksam zu machen mit dem Ziel,  dass nie wieder eine solch grosse humanitäre Katastrophe wie in Hiroshima oder Nagasaki geschehen kann.

OSLO ICAN Civil Society Forum :http://www.goodbyenuk.es/



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