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    Veröffentlicht um 18.09.2017, 03:54 von Claudia Bürgler
  • Die Elimination von Atomwaffen Auch eine ärztliche Verpflichtung Jean-Jacques Fasnacht Dr. med., Präsident PSR/IPPNW Schweiz, SAEZ 2017;98(36):1136–1137Das nukleare Säbelrasseln ist gleichermassen unüberhörbar wie auch überaus beunruhigend. Nordkoreanische Provokationen loten die amerikanischen ...
    Veröffentlicht um 07.09.2017, 08:21 von Claudia Bürgler
  • Grusswort aus Heiden AR an die Hiroshima-Gedenkveranstaltung vom 6. August in Wien sowie Läuten der «Peace-Bell» in Heiden am 9. August 2017 Aus Heiden AR wurde ein Grusswort verschiedener Organisationen an eine Hiroshima-Gedenkveranstaltung gerichtet, die am nächsten Sonntag, 6. August 2017 in Wien stattfindet. Erstmals taten sich die Gemeinde Heiden, das ...
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  • Nations take a step away from the threat of nuclear annihilation By Ira Helfand and Matt Bivens. Updated 2349 GMT (0749 HKT) July 7, 2017Source: CNNHaley: Time to escalate response to N Korea 01:05Story highlightsA majority ...
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Menschenrechte, künftige Generationen und Verbrechen im Atomzeitalter

veröffentlicht um 18.09.2017, 01:33 von Claudia Bürgler   [ aktualisiert: 18.09.2017, 03:54 ]

PSR / IPPNW (Internationale ÄrztInnen für die Verhütung eines Atomkrieges) Schweiz, SAFNA (Schweizer Anwälte für Nukleare Abrüstung), Basel Peace Office, U-Network Deutschland und CIDCE (Centre International de Droit Comparé de l’Environnement) Frankreich haben vom 14. – 17. September an der Universität Basel einen Kongress zum Thema „Menschenrechte, künftige Generationen und Verbrechen im Atomzeitalter“ durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass die Anwendung von Atomwaffen schwerste Auswirkungen vor allem für die Zivilgesellschaft hätte. Die Folgen müssten als massive Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gemäss dem Römer Statut des Internationalen Strafgerichtshofs angesehen werden. Zudem

wurde der vielen hunderttausend Opfer der beiden Atombomben in Hiroshima und Nagasaki und der mehreren tausend Atomtests in allen Kontinenten gedacht. Diese Menschen, aber auch die Geschädigten von Atomkatastrophen wie in Mayak 1957, Sellafield 1957, Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 wurden teilweise nie über die wahren Ursachen der Katastrophen und deren gesundheitlichen Auswirkungen informiert. Moderne wissenschaftliche Recherchen zeigen, dass Dokumente von Regierungen oft vernichtet wurden. Auch werden Nachforschungen zur laufenden Atomkatastrophe in Japan gesetzlich verboten. So erreichen betroffene Länder, dass epidemiologische Studien behindert oder verunmöglicht werden und die Entschädigung von Opfern erschwert wird. Es besteht somit ein grosser Bedarf einer gesetzlichen Verankerung der Menschenrechte auf Information und gerechter Kompensation der Opfer.

Im gleichen Kontext wurden auch Fragen der Verletzung von Menschenrechten künftiger Generationen diskutiert: Diese tragen die Risiken eines Atomkriegs, verbunden mit den gesundheitlichen Risiken der fortschreitenden globalen Verseuchung durch radioaktive Substanzen der Umwelt. Ebenso werden unsere Nachkommen massgeblich die finanziellen Lasten des Rückbaus von Atomkraftwerken und der sicheren Lagerung radioaktiver Abfälle schultern. Deshalb müssen nicht nur unsere, sondern auch die Rechte künftiger Generationen anerkannt und gesetzlich abgesichert werden.

photo: Mark Niedermann Photography Basel / Switzerland



Mehr Infos: /https://www.events-swiss-ippnw.org/


Die Elimination von Atomwaffen Auch eine ärztliche Verpflichtung

veröffentlicht um 07.09.2017, 08:14 von Claudia Bürgler   [ aktualisiert: 07.09.2017, 08:21 ]

Jean-Jacques Fasnacht Dr. med., Präsident PSR/IPPNW Schweiz, SAEZ 2017;98(36):1136–1137

Das nukleare Säbelrasseln ist gleichermassen unüberhörbar wie auch überaus beunruhigend. Nordkoreanische Provokationen loten die amerikanischen und
internationalen Toleranzgrenzen aus, Nordkoreas Regime und der US-Präsident üben sich in gefährlicher und unverhohlener Kriegsrhetorik, Pakistan und Indien stehen sich unverändert feindlich und zu einem regionalen atomaren Waffengang bestens gerüstet gegenüber, und die Reduktion der Atomwaffenbestände der letzten Jahre wird durch die teure Modernisierung
des Waffenarsenals mehr als nur wettgemacht [1, 2]. Es stellt sich die bange Frage,
welches Ereignis diese tödliche Maschinerie in Gang setzen könnte.

Ganzer Originalartikel im Anhang als PDF


Grusswort aus Heiden AR an die Hiroshima-Gedenkveranstaltung vom 6. August in Wien sowie Läuten der «Peace-Bell» in Heiden am 9. August 2017

veröffentlicht um 04.08.2017, 04:15 von Claudia Bürgler

Aus Heiden AR wurde ein Grusswort verschiedener Organisationen an eine Hiroshima-Gedenkveranstaltung gerichtet, die am nächsten Sonntag, 6. August 2017 in Wien stattfindet. Erstmals taten sich die Gemeinde Heiden, das dortige Dunant-Museum, der Verein Dunant+, die 
ÄrztInnen für soziale Verantwortung und zur Verhütung eines Atomkrieges (PSR/IPPNW Schweiz) sowie der Schweizerische Friedensrat aus Zürich zu einer öffentlichen gemeinsamen Stellungnahme zusammen (siehe Anhang als PDF und Text unten).

Im Zentrum der Grussbotschaft steht dabei der u.a. auf Initiative unseres Nachbarland Österreich initiierte Vertrag über das Verbot von Kernwaffen, den die UNO-Generalversammlung am 7. Juli 2017 angenommen hat – ein für den jahrzehntelangen Kampf von Friedensorganisationen historischer Schritt. Die Schweiz hat zwar nach einigem Zögern für den Vertrag gestimmt, doch ist noch keineswegs sicher, dass sie dem Verbotsvertrag selber beitreten wird.

In der Schweiz wird am Nagasaki-Gedenktag vom 9. August 2017 beim Dunant-Museum in Heiden die «Peace-Bell» geläutet (Veranstaltungshinweis als PDF anliegend).


Informationen zum Nagasaki-Gedenktag vom 9. August in Heiden erteilen:

Norbert Näf, Präsident des Dunant-Museums in Heiden, Tel. 078 850 27 27

Gallus Pfister, Gemeindepräsident von Heiden AR, Tel. 076 388 58 69

Hansjörg Ritter, Präsident des Vereins Dunant2010+, Tel. 079 406 83 80

Urs Peter Frey, Delegierter Ostschweiz der ÄrztInnen für soziale Verantwortung und zur Verhütung eines Atomkrieges (PSR/IPPNW Schweiz), Tel. 079 779 02 31


Auskünfte zum Kernwaffenverbots-Vertrag erteilt gerne:

Peter Weishaupt, Geschäftsführer Schweizerischer Friedensrat, Zürich,

info@friedensrat.ch, Tel. 078 693 10 85


Grusswort aus Heiden

an die Hiroshima-Gedenkveranstaltung 2017 in Wien


Heiden im Appenzeller Vorderland, hoch über dem Bodensee, ist eine relativ kleine Gemeinde. Das hindert sie nicht an einer historischen Verbindung mit dem internationalen Genf – durch den Gründer des Roten Kreuzes und Friedensnobelpreisträger Henry Dunant, der seinen Lebensabend von 1887 bis 1910 im Biedermeier-Dorf verbrachte. Heiden pflegt diese Beziehung mit dem Dunant-Museum und vielfältigen Anlässen.

Diese Aktivität wurde belohnt von der Universität Nagasaki, die dem Dunant-Museum 2009 eine «Peace-Bell» geschenkt hat. Das ist eine Kopie der Angelus-Glocke in der Urakami-Kirche, die beinahe unbeschädigt den Atombomben-Abwurf auf Nagasaki überstanden hat. Seither führen die unterzeichnenden Institutionen und Organisationen regelmässig am 9. August einen Gedenkanlass durch, bei dem um 11.02 Uhr die Peace-Bell geläutet wird.

Wir entbieten Euch solidarische Grüsse zu den Gedenkveranstaltungen für Hiroshima am 6. August und für Nagasaki am 9. August. Wir freuen uns mit Euch, dass die Initiative von Österreich und vier weiteren Staaten am 7. Juli 2017 zur Annahme des «Vertrags über das Verbot von Kernwaffen» durch die UNO-Generalversammlung geführt hat. IKRK-Präsident Peter Maurer freute sich über den Beschluss; er sei ein historischer Schritt, um den Atomwaffen die letzte Legitimation zu entziehen, womit eine entscheidende Grundlage für ihre künftige Beseitigung geschaffen worden sei.

Nach anfänglichem Zögern hat sich die Schweiz auch aktiv an den Verhandlungen beteiligt und am 7. Juli für den Vertrag gestimmt. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die Schweiz dem Verbotsvertrag auch beitreten wird. Dafür ist noch Lobbyarbeit notwendig, an der wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten beteiligen werden. Dies wird in erster Linie die Aufgabe von PSR/IPPNW und SFR sein.

Wir hoffen, in einer der nächsten Grussbotschaften von der Ratifikation des Vertrags über das Verbot von Kernwaffen durch die Schweiz berichten zu können. Jetzt aber freuen wir uns mit Euch, dass der Beschluss der UNO-Generalversammlung am 7. Juli möglich geworden ist.

Gemeinde Heiden, Gallus Pfister, Gemeindepräsident

Dunant Museum, Norbert Näf, Präsident

Verein Dunant2010+, Hansjörg Ritter, Präsident

ÄrztInnen für soziale Verantwortung und zur Verhütung eines Atomkrieges (PSR/IPPNW Schweiz), Dr. med. Urs-Peter Frey, Delegierter der Regionalgruppe Ostschweiz


Schweizerischer Friedensrat (SFR), Ruedi Tobler, Präsident


-- 
Schweizerischer Friedensrat SFR
Swiss Peace Council
Gartenhofstr. 7
8004 Zürich

0041 (0)44 242 93 21

The U.N. just passed a treaty outlawing nuclear weapons. That actually matters.

veröffentlicht um 19.07.2017, 00:46 von Claudia Bürgler

Washington Post. By Nina Tannenwald
July 17

On July 7, the United Nations adopted the first treaty imposing a total ban on nuclear weapons. This Nuclear Prohibition Treaty covers all aspects of nuclear weapons, including their use and threat of use, testing, development, possession, sharing and stationing in a different country. It provides a pathway for countries with nuclear weapons to join and destroy their nuclear arsenals. One hundred twenty-two nations — all non-nuclear — voted to adopt the treaty. Only the Netherlands voted against doing so, and Singapore abstained.

But the nine nuclear-armed countries — Britain, China, France, India, Israel, North Korea, Pakistan, Russia and the United States — boycotted the negotiations. So did all NATO members (except the Netherlands) as well as Japan and South Korea, all of which are protected by U.S. nuclear weapons. Although there was jubilation in the negotiating hall after the successful vote, the United States, Britain and France announced in a joint statement, saying, “We do not intend to sign, ratify or ever become party to it. … clearly disregards the realities of the international security environment,” including the growing threat of North Korea’s nuclear and missile programs.

[The U.S. wants to stop North Korean missiles before they launch. That may not be a great idea.]

The non-nuclear countries obviously knew that the treaty would not immediately cause nuclear states to give up their arsenals. So why did they put so much effort into it?

The Non-Proliferation Treaty creates nuclear haves and have-nots.

To understand that, let’s look at a little history. The 1968 Nuclear Non-Proliferation Treaty (NPT) set up a “grand bargain” in which non-nuclear nations agreed not to acquire nuclear arms, while the five countries that possessed nuclear weapons at the time — Britain, China, France, Russia and the United States — agreed to pursue disarmament. Nearly 50 years later, there is still no real disarmament; in fact, most nuclear-armed countries are modernizing their arsenals. That leaves the non-nuclear nations frustrated that the nuclear powers didn’t hold up their end of the bargain.

That frustration led to a new campaign to delegitimize nuclear weapons. Launched in 2010 at a review conference of the NPT, the campaign highlighted the catastrophic humanitarian consequences of nuclear weapons. The campaign was led eventually by Austria, Brazil, Ireland, Mexico, New Zealand and South Africa, with strong support from civil society groups. It builds on the humanitarian concerns of the grass-roots antinuclear movements of the 1950s, but makes a more explicit effort to link antinuclear activism to the framework of international humanitarian law.

Campaigners warned how using even a small number of nuclear weapons could kill millions of people in non-nuclear countries through radioactive fallout, drops in temperature and large-scale crop failures leading to famine. In highlighting the devastating medical, environmental and economic effects of nuclear war, the campaign challenges the identities of the nuclear-armed countries as “civilized.”

The campaign successfully mobilized the support of a majority of countries for a legal ban on nuclear weapons. In December 2016, the General Assembly voted by 113 in favor to hold treaty negotiations, despite objections from the Britain, France, Russia, the United States and 34 other countries. All NATO allies except for the Netherlands opposed negotiations. China, India, Japan, Pakistan and South Korea abstained.

[In Hiroshima, Obama and Abe pledged to stop nuclear proliferation. Their actions don’t match their words.]

The United States lobbied its allies against it. U.S. officials warned of dire consequences if it was adopted, arguing that it would undermine existing nonproliferation and arms-control efforts. However, here’s why the United States is really opposed: The new treaty is explicitly trying to delegitimize the nuclear deterrence policies on which the United States and other nuclear-armed countries rely.

But wait, how will a ban work if the nuclear nations won’t participate?

The treaty’s main goal is to unambiguously prohibit nuclear weapons, placing them in the same class as chemical and biological weapons — thereby strengthening the norms against nuclear weapons’ use and possession.

Advocates believe the ban fills the legal gap left by the NPT, which has allowed the five declared nuclear powers to hang on to their nuclear weapons indefinitely. Taking that first step — declaring nuclear weapons illegal — can be done without the nuclear states. Indeed, the strategy was to leave them out so that they could not stall action — as they did, for instance, by not ratifying the Comprehensive Test Ban Treaty, which has not come into force.

As one advocate put it, “You cannot wait for the smokers to institute a smoking ban.”

The hope of nuclear disarmament has been around for a long time. How is this different?

This new treaty exemplifies three trends.

1) The democratizing of disarmament politics. The nuclear powers are losing control of the nuclear disarmament agenda. The ban campaign took its playbook from past successful efforts to ban land mines and cluster bombs. In those earlier efforts, key countries, through simple majority votes, took the debate outside traditional consensus-based U.N. negotiating forums over the objections of recalcitrant nations. Now, as then, advocates worked to mobilize widespread support against a class of weapons.

2) The key role of civil society groups. The International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) united about 450 nongovernmental organizations around the world to work on this effort. As in the cluster bomb and land mines campaigns, these groups have reframed disarmament as a humanitarian, not simply a security, issue. NGO campaigners disseminated these arguments through the United Nations, proposed treaty language, critiqued drafts and lobbied member countries to adopt their preferred positions, often successfully. The treaty will encourage more citizen activism.


3) The adoption of new norms. The treaty promotes changes of attitude, ideas, principles and discourse — essential precursors to reducing numbers of nuclear weapons. This approach to disarmament starts by changing the meaning of nuclear weapons, forcing leaders and societies to think about and value them differently.

[Why are some countries are more likely to get nuclear weapons than others? Here are 5 lessons from Iraq and Libya]

U.S. officials will reiterate that they are not bound by any treaty they did not join; therefore, by retaining nuclear weapons, they are not outside the law. Even so, a legal ban introduces new political challenges for the United States. The treaty’s prohibition on threats of nuclear weapons use directly challenges deterrence policies. It is likely to complicate policy options for U.S. allies under the U.S. nuclear “umbrella,” who are accountable to their parliaments and civil societies.

The new ban treaty may not result in the physical destruction of nuclear weapons anytime soon. But it is likely to have political effects internationally and domestically over the coming years, even in nuclear-armed states that did not, and will not, sign.

Nina Tannenwald is director of the International Relations Program at Brown University and the author of “The Nuclear Taboo: The United States and the Non-Use of Nuclear Weapons.”

originalartikel: https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2017/07/17/the-u-n-just-passed-a-treaty-outlawing-nuclear-weapons-that-actually-matters/?utm_term=.b03660a62bda

Nations take a step away from the threat of nuclear annihilation

veröffentlicht um 10.07.2017, 00:42 von Claudia Bürgler   [ aktualisiert: 10.07.2017, 00:48 ]

By Ira Helfand and Matt Bivens. Updated 2349 GMT (0749 HKT) July 7, 2017
Source: CNN
Haley: Time to escalate response to N Korea 01:05
Story highlights
A majority of the world's nations have just joined together to call forthe elimination of all nuclear weapons.
Authors: If the US is serious about keeping the world safe from a nuclear attack, then it should have voted yes to the ban “Ira Helfand, MD, is co-president of International Physicians for the Prevention of Nuclear War, which was awarded the Nobel Prize in 1985.Matt Bivens, MD, is chair of Greater Boston Physicians for Social
Responsibility. The opinions expressed in this commentary are theirs.”

(CNN)A majority of the world's nations have just joined together to call for the elimination of all nuclear
weapons. We should listen. The United States government opposed the historic UN vote for a new treaty to prohibit nuclear weapons, but that was a knee-jerk response, grounded in last century's reflexes. Today, the path forward to total abolition of these weapons is open — even as, ironically, the danger of nuclear war is greater than it has been since the worst days of the Cold War. The United States and Russia hold more than 90% of the world's nuclear weapons, with about 7,000 each. The other nuclear-armed states have smaller arsenals by comparison. None of the nuclear-armed states were among the 120 nations who voted to declare these weapons illegal. But if the United States is serious about seeking the security of a world free of nuclear weapons, then it should have been the first to vote "yes" on the ban.

For decades the US has instead based its security policy on the theory of nuclear deterrence — an untested belief that nuclear weapons are so terrible that they keep one nuclear-armed country from attacking any other, for fear of mutual destruction. Perhaps. Then again, the same was said of machine guns in the 1800s — weapons of such awesome destructive power, they were predicted to end war. "They are peace-producing and peace-retaining terrors,"

The New York Times wrote in 1897 of the new Maxim machine guns, adding that "their devastating effects
have made nations and rulers give greater thought to the outcome of war before entering."Is there any reason to believe such tragically flawed logic from the 19th century will work out better in the 21st? More likely, nuclear weapons, those "peaceproducing and peace-retaining terrors," are simply
another horror that given time will grow mundane and familiar — until eventually they are used, this time
perhaps in a war that destroys humankind.

Trump, Putin and Erdogan: the three men upending global diplomacy
That is not hyperbole. New data suggest that a war involving just 100 nuclear weapons, or less than 1% of
the world's arsenals — say, for example, a regional war between India and Pakistan — would cause abrupt
severe climate disruption, worldwide food shortages, hundreds of millions of starvation deaths, and probably a
total collapse of civilization. And yet we continue to base our security on these
"peace-retaining terrors." A core assumption of this deterrence theory is that the nuclear-armed states will be led by calm, collected, and well-informed people, who will infallibly respond to crises in a rational fashion.
Perhaps. Then again, as it does after every presidential election, the US has now handed control of some 6,800 warheads to a single individual. How does the currentPresident fit with the idealized model of a world run by grownups? After all, according to a signed letter from 50 leading Republican national security experts, "He is
unable or unwilling to separate truth from falsehood ...lacks self-control and acts impetuously ... has alarmed
our closest allies with his erratic behavior" and overallexhibits "dangerous qualities in an individual ... with
command of the US nuclear arsenal."

US responds to North Korean missile launch 02:18
It is not enough, however, to get this particularly unqualified finger off the button. We need to get rid of
the button itself. Just consider whether anyone could be calm, collected, and reasonable after, say, a nuclear explosion destroys Moscow. It might not be clear for days whether such a disaster was caused by a terrorist, a foreign power, or a domestic accident. As this was being investigated, would the world likely be dealing with a calm, matter-of-fact Russian nation? How quickly might things spin out of control?
In the wake of the September 11 attacks on New York and Washington, the US government responded in part
by invading and occupying the completely unrelated nation of Iraq, causing hundreds of thousands of unjustified deaths and creating the vacuum now filled by ISIS and other extremist groups. Is there any reason to believe that we would do better in the future if New York was vaporized?

North Korean missile classified as 'brand new' 02:10
Yet there's no need for hypotheticals. We know of at least six incidents during and after the Cold War when
either Moscow or Washington was fully prepared to fire their nuclear weapons based on an error — a mistaken
belief that the other side had launched or was about to launch an attack. Six occasions when the leaders of the
nuclear super powers rejected the central assumption of deterrence — that nuclear weapons are actually safe,
because they can never be used — and set in motion plans to use them. On each of these occasions the world came within minutes of nuclear destruction. It was saved mainly by chance and good luck. Our continued view of nuclear weapons as "peace-producing and peace-retaining terrors" is essentially a hope that this good luck will continue. This seems terribly naive in a world of rising tensions with Russia, and growing concern that terrorists could hack into nuclear command and control systems.The UN's nuclear ban treaty points the way to a different future, one where we eliminate all of the 15,000 nuclear weapons that threaten our survival.
The treaty is in some ways a cry of frustration from the rest of the world. The United States, Russia, and other
nuclear-armed nations promised more than 37 years ago to work toward total disarmament. That was the bargain of the Nuclear Non-Proliferation Treaty: We pledged to get rid of our nuclear weapons, in return for others pledging not to seek them.

The full meaning of Donald Trump's finger on the nuclear button But we have not kept our promise. In fact, as approved under President Barack Obama, the US government plans to build more nuclear weapons. Current projections show that the US will spend more than $1 trillion over the next 30 years on upgrading and expanding an arsenal that is already so powerful that using only a fraction of it could destroy all life on Earth.
In recent years, international impatience with stonewalling has finally boiled over. First came a series
of international conferences that cataloged the mindnumbing medical and humanitarian consequences that
will follow any use of nuclear weapons. Organized by a group of non-nuclear states, and supported by the
United Nations, the International Red Cross, and hundreds of medical professionals, civil society groups,
and religious leaders, including Pope Francis, these discussions rejuvenated arms control efforts.
Then in the fall of 2016, the UN General Assembly upped the ante: Since the nuclear-armed states were
cheating on past promises and keeping nuclear weapons, the world would now declare the weapons
illegal. The United States opposed this under President Obama and that opposition has continued, but to no
avail: The treaty is now entering into international law. Yes, the United States can try to ignore this. But as with
treaties banning land mines and cluster munitions, declaring nuclear weapons illegal creates a new
international norm. It is also a pointed reminder that the US is long overdue to honor a legally-binding promise
made 37 years ago to get rid of all of its nuclear weapons.
The new treaty is a call to action, and we should all answer it.
In the short term, US citizens can ask our government to stand down nuclear weapons from hair-trigger alert. This can be as simple as a policy statement that, even if attacked, the US will defer any counterattack for some
period of time, say 24 hours. (In an age of nucleararmed submarines, such a de-alerting of our forces is
consistent even with the flawed deterrence theories.) Citizens can also support efforts in Congress to mandate
that this or any future President must get prior approval from Congress before launching a first strike with
nuclear weapons — the same permission any President now must obtain before starting a war.
The next step will be to negotiate a convention among the nine nuclear-armed states to abolish these weapons, which as of today are illegal, and have always been immoral. It will not be easy. Such an abolition agreement will have to include a firm timetable for dismantling weapons, involve rigorous verification and enforcement provisions, and satisfy the legitimate security needs of concerned states from Israel to Pakistan.
There is no guarantee we will succeed in this effort. But there is no real alternative to trying, other than wishful
thinking that our good luck can last forever. Until we eliminate nuclear weapons, we are living on borrowed
time.

http://edition.cnn.com/2017/07/07/opinions/un-nuclear-weapon-ban-opinion-helfand-bivens/index.html

UN Vertrag über « Verbot von Atomwaffen » angenommen

veröffentlicht um 07.07.2017, 13:01 von Claudia Bürgler

(Pressemitteilung der PSR / IPPNW Schweiz)

Heute, Freitag 7. Juli, kurz vor 11.00h Ortszeit, wurde an der UNO in New York die sog. « Nuclear Prohibition Treaty » von 122 Nationen formell angenommen, wobei trotz gewisser Bedenken auch die Schweiz zugestimmt hat. Damit werden Atomwaffen 72 Jahre nach ihrer Erfindung verboten. Der Vertrag steht für die Unter- zeichnung im September zur Verfügung.

Bis jetzt waren Nuklearwaffen die einzigen Massenvernichtungswaffen, die gemäss Völkerrecht noch nicht verboten waren. Dies obwohl ihre nicht diskriminierende Wirkung und die massiven humanitären Konsequenzen eines absichtlichen oder unbeabsichtigten Einsatzes allgemein bekannt waren. Biologische Waffen wurden 1972 und chemische Waffen 1992 verboten. 

Auch wenn vorderhand die offiziellen Atommächte USA, Russland, China, England und Frankreich weiterhin an ihren Atomwaffen festhalten und auch Israel, Pakistan, Indien und Nordkorea sie momentan nicht aufgeben werden, wird der Vertrag zu einer weiteren Stigmatisierung dieser Massenvernichtungswaffen führen. Ebenfalls dürften die Interessen der beteiligten Rüstungsindustrie und die Milliardenbeträge welche bisher zum Unterhalt und zur Modernisierung der Atomwaffen notwendig waren jetzt hinterfragt werden.    

Die « Nuclear Prohibition Treaty » wurde aufgrund des grossen Interesses der befürwortenden Nationen möglich. Sie sehen ihre Zukunft durch das Vorhandensein von Atomwaffen in einer ohnehin unsicheren Welt gefährdet und wissen, dass sie ihre Bevölkerungen bei einem Atomschlag nicht schützen könnten. Ebenfalls zeigen neue meteorologische Studien, dass selbst ein limitierter Nuklearkrieg bpsw. in Südasien durch enorme Rauchentwicklung und Staubaufwirbelung zu einer atmo- sphärischen Verdunkelung und durch Filterwirkung zu einer Lichtabsorption führen würde. Dies wiederum hätte einen signifikanten Temperaturabfall zur Folge mit einer Verkürzung der Wachstumsphase in Agrarländern der gesamten nördlichen Hemi- sphäre, was ein massive Hungersnot für bis zur einer Milliarde Menschen auslösen könnte.

Nachdem sich aber auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz als Institution für diese « Nuclear Ban Treaty » eingesetzt hat steht die Schweiz als Mutterland des Rotkreuzgedankens weiterhin dringend in der Pflicht,  sich mit ihren diplomatischen Möglichkeiten für die Aechtung der Atomwaffen einzusetzen.

Die Internationalen Aerzte zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW,  International Physicians for the Prevention of Nuclear War, Friedens Nobelpreis 1985) haben sich seit ihrer Gründung 1980 für die Abschaffung der Atomwaffen engagiert und freuen sich über diesen Zwischenerfolg. Sie sehen sich mit diesem Vertrag ihrem Ziel näher, auch wenn es noch einige Jahre dauern wird, bis dieses erreicht sein wird.

PSR Responds to UN Ambassador Nikki Haley's Boycott of the UN Nuclear Weapons Ban Treaty Negotiations

veröffentlicht um 28.03.2017, 00:30 von Claudia Bürgler

"No nation has the 'right hands' when it comes to nuclear weapons."
 

WASHINGTON, D.C. – Today, March 27, U.N. Ambassador Nikki Haley announced the U.S. government refused to join over 100 countries gathering at the United Nations in New York to begin negotiations of the Nuclear Weapons Ban Treaty. Despite Ambassador Haley's contention that "we all believe in the Non-Proliferation Treaty," the U.S. government flouts its disarmament obligations under Article VI of the Treaty. The U.S. government plans to invest over $1 trillion to upgrade and significantly expand the capability of its nuclear arsenal.

Ambassador Haley's boycott is highly unlikely to impede the negotiations. Later this year, the negotiations are expected to achieve a legally binding instrument to prohibit the possession of nuclear weapons. Further, the Treaty will inaugurate a universal norm stigmatizing nuclear weapons, making Ambassador Haley's commentary on "bad actors" obsolete.

PSR (Physicians for Social Responsibility) has actively supported the Humanitarian Impact Initiative, which has prompted an international debate on the humanitarian impact of nuclear weapons. In December 2013, PSR and its international affiliate, IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War), released a report that documents the medical catastrophe of modern nuclear warfare. An understanding of the humanitarian consequences of nuclear weapons framed a series of three intergovernmental forums that have culminated in the 2017 Ban Treaty negotiations.

The Ban Treaty renews pressure on the U.S. to comply with its existing disarmament obligations under Article VI of the Non-Proliferation Treaty at a moment when the U.S. government plans to spend $1 trillion to prolong the existence of its nuclear arsenal into the 2080s. A Treaty that deems the continued possession of nuclear weapons illegal and morally reprehensible will undermine the justifications for perpetuating the U.S. nuclear weapons program.

Jeff Carter, PSR Executive Director, commented:

"Nuclear weapons in anyone's hands pose a grave risk to human health. Rather than boycott these important negotiations, the United States should lend its considerable influence to support this effort. The Ban Treaty will properly stigmatize nuclear weapons on their way to complete elimination."

Ira Helfand, MD, PSR Security Committee co-chair & IPPNW co-president, commented:

"Those who have supported the continued reliance on nuclear weapons must now consider that no nation has the 'right hands' when it comes to nuclear weapons. We have to accept once and for all that these weapons can never be used and must be eliminated from the world's arsenals. The negotiations that begin this month at the United Nations for a new treaty to ban nuclear weapons are a key next step toward this goal and deserve our full support."

Robert Dodge, MD, PSR Board Member, commented:

"This treaty will ban nuclear weapons just as every other weapon of mass destruction, from chemical to biological weapons and landmines have been banned. Finally, the deadliest of these immoral weapons will be outlawed. From that point forth only pariah nations acting outside the realm of international law will continue to maintain nuclear arsenals."

Martin Fleck, PSR Security Program Director, commented:

"The nuclear-armed countries got off on the wrong path long ago. Despite every excuse from the U.S. Ambassador, we've got to get back on the right path. The Ban Treaty will point us in the right direction."

Physicians for Social Responsibility, a member organization of over 30,000 seeks to address the gravest threats to human health and survival. The group's motto is "Prevention is the only cure." PSR's international federation, International Physicians for the Prevention of Nuclear War, received the 1985 Nobel Peace Prize.

FOR IMMEDIATE RELEASE

CONTACT:

Elana Simon, Communications Manager
(202) 587-5323
esimon@psr.org

Martin Fleck, Security Program Director
(202) 587-5242
mfleck@psr.org

http://www.psr.org/news-events/press-releases/un-ambassador-nikki-haley-boycott-ban-treaty.html


USA protestiert gegen UN-Verhandlungen

veröffentlicht um 28.03.2017, 00:24 von Claudia Bürgler

Pressemitteilung vom 27.03.2017 der IPPNW Deutschland.

Beginn der UN-Konferenz über ein Atomwaffenverbot

Auftakt der Aktionspräsenz "20 Wochen gegen 20 Bomben" am 26.03.2017 in Büchel, Foto: atomwaffenfrei.jetzt
27.03.2017

Am heutigen Montag beginnen die offiziellen UN-Verhandlungen über ein weltweites Atomwaffenverbot. In New York werden Delegierte von mehr als 100 Staaten über „ein rechtsverbindliches Instrument zum Verbot nuklearer Waffen“ beraten. Das geplante Abkommen soll zur vollständigen Vernichtung dieser Massenvernichtungswaffen führen. Die erste Verhandlungsrunde wird bis zum Ende dieser Woche dauern, eine weitere ist für Juni/Juli geplant.

Die USA und Russland sowie die meisten NATO-Staaten wollen sich nicht an den Verhandlungen beteiligen. Auch Deutschland hat sich zum Boykott entschieden. „Das ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung. Sie schadet damit ihrer Glaubwürdigkeit im Bemühen um eine atomwaffenfreie Welt“, kritisiert Leo Hoffmann-Axthelm, Vorstand von ICAN. „Trotzdem können die Atommächte und ihre Verbündeten den UN-Prozess nicht aufhalten. Die überwältigende Mehrheit der Staaten hat erkannt, dass es echte Sicherheit nur geben kann, wenn Atomwaffen verboten und abgeschafft sind.“

Die USA, die bereits im Vorfeld erheblichen Druck auf die NATO-Partner ausgeübt hatte, sich nicht an den Verhandlungen zu beteiligen, werden vor dem UN-Saal eine Protestnote abgeben. In der Presseeinladung war die Rede von der Beteiligung weiterer Staaten, die gegen die Verhandlungen protestieren.

Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) sieht in den Verhandlungen einen historischen Schritt auf dem Weg zu einer friedlichen Welt. Xanthe Hall von ICAN Deutschland und Abrüstungsreferentin der IPPNW sagt: „Seit Jahren blockieren die Atommächte jegliche Fortschritte zur nuklearen Abrüstung und modernisieren sogar ihre Arsenale. Die atomwaffenfreien Länder fühlen sich durch die Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes und seine katastrophalen Folgen bedroht. Sie wollen diese Situation nicht länger hinnehmen und machen nun ernst.“ Die Befürworter des Verbotsvertrags meinen, er würde Atomwaffen delegitimieren und den politischen Druck auf die Nuklearstaaten erhöhen. Außerdem wäre damit eine Lücke im Völkerrecht geschlossen, denn Atomwaffen sind die einzigen Massenvernichtungswaffen, die noch nicht verboten sind.

ICAN berichtet auf einem Blog über die Konferenz, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch.

Mehr Informationen zu den UN-Verhandlungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie unter https://nuclearban.de/die-konferenz/

Für Hintergründe, Einschätzungen und Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an:
Xanthe Hall, IPPNW-Abrüstungsexpertin, xanthe@ippnw.de, Tel. 030 / 698074-12
Anne Balzer, Pressekontakt ICAN Deutschland in Berlin: presse@ican.berlin Tel: 0176-555 984 38 oder an (vor Ort)
David Solimini, ICAN-Pressesprecher in New York: david@icanw.org, Tel: +1 757-876-0295.

HerausgeberInnen:
Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges e.V. (IPPNW)
International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN)

Nuclear weapons: Renewed global threat. Emerging solutions

veröffentlicht um 30.12.2016, 00:20 von Claudia Bürgler   [ aktualisiert: 30.12.2016, 00:51 ]

Mo, 16. Januar 2017, 16:30 – 18:30
, Kongresszentrum Messe Basel (Karte)

A public event on the occasion of the Basel Peace Forum

Renewed global threats:
• Tensions and nuclear threat postures between Russia and the West have risen to nearly Cold War levels;
• Europe is a region of conflicts, and of deployment of nuclear weapons on high alert and on first-use policies;
• Nuclear weapons have proliferated to additional States and could be acquired by terrorists; Emerging solutions:
• Over ½ the world is now in Nuclear Weapon Free Zones;
• There are proposals for additions NWFZs in Europe, Middle East, NE Asia and the Arctic;
• The United Nations has initiated multilateral negotiations on nuclear disarmament and will hold a high level conference in 2018 to achieve a nuclear-weapon-free world.

Speakers:
* Prof. (em.) Andreas Nidecker, MD (Switzerland). President, Basel Peace Office Past President & Board Member IPPNW Switzerland
* Arielle Denis (France), Consultant, International Peace Bureau
* Prof. (em.) Dr. Harald Müller (Germany), Director, Peace Research Institute of Frankfurt
* Alyn Ware (New Zealand), Global Coordinator of Parliamentarians for Nuclear Non-proliferation and Disarmament
Contact: www.baselpeaceoffice.org info@baselpeaceoffice.org

Flyer see below

UN beschließen zu Heiligabend Konferenz über Atomwaffenverbot

veröffentlicht um 24.12.2016, 04:59 von Claudia Bürgler

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(Pressemitteilung ICAN Deutschland 24.12.2017). Zum Heiligabend (deutscher Zeit) hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York beschlossen, ab März kommenden Jahres offiziell über ein Atomwaffenverbot zu verhandeln. Damit setzt sie einen politischen Kontrapunkt zu den Ankündigungen Russlands und der USA in den vergangenen Tagen, nuklear aufzurüsten. Mit 113 Stimmen machte die Mehrheit der Staatengemeinschaft den Weg frei für die Ächtung der zerstörerischsten Massenvernichtungswaffen. 35 Staaten stimmten gegen die Resolution, welche Beginn, Ende und Rahmen einer Verhandlungskonferenz absteckt. 13 Staaten enthielten sich der Stimme. Bis zum 7. Juli 2017 soll das Vertragswerk ausgehandelt sein.

ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) sieht im Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen einen Wendepunkt in der Geschichte der Abrüstung und zugleich ein Zeichen der Hoffnung angesichts des Versagens des Sicherheitsrates, seinen Auftrag als Garant des Weltfriedens zu erfüllen. „Nach den betrüblichen Ereignissen der vergangenen Tage in Aleppo, Ankara und Berlin und dem Schock der US-Wahlen erscheint der Beschluss wie ein Licht, das der Welt Orientierung geben kann“, sagt Sascha Hach, Vorstandsmitglied von ICAN Deutschland. „Die bestehende, auf Atomwaffen fußende Weltordnungspolitik und ihre alten Machtzentren haben das Vertrauen vollends verspielt. Es ist, als ob die Generalversammlung mit dieser Resolution eine neue Ära einläuten will. Diesem Appell müssen die Regierungen nun folgen“ schlussfolgert Hach. Für Xanthe Hall von der Ärzte- und Friedensorganisation IPPNW ist die Resolution „ein echtes Weihnachtsgeschenk“. „Jetzt gilt es, dieses Geschenk auszupacken. Wir fordern die Bundesregierung auf, an den Verhandlungen im nächsten Jahr teilzunehmen“, fordert die Abrüstungsexpertin.

In den vergangenen drei Jahren ist eine immer stärker werdende Bewegung aus atomwaffenfreien Staaten und Zivilgesellschaft herangewachsen und hat die humanitären Auswirkungen von Atomwaffen ins Zentrum der abrüstungspolitischen Debatte gestellt. Nach drei großen internationalen Konferenzen forderte die so genannte humanitäre Initiative ein Verbot von Atomwaffen und initiierte eine Arbeitsgruppe zur nuklearer Abrüstung bei den Vereinten Nationen. Diese tagte dieses Jahr in Genf und rief im August nach einer internen Kampfabstimmung die Generalversammlung dazu auf, im kommenden Jahr Verhandlungen zu einem Atomwaffenverbot einzuberufen. Daraufhin haben noch im September sechs atomwaffenfreie Staaten – Österreich, Irland, Mexiko, Brasilien, Südafrika und Nigeria – der Generalversammlung eine entsprechende Resolution vorgelegt. Diese wurde unter dem Kennzeichen L41 am 28. Oktober 2016 zunächst vom Ersten Ausschuss mit überwältigender Mehrheit angenommen. Die Abstimmung in der Vollversammlung bestätigt formell den Beschluss des Ausschusses.

Am 27. März 2017 beginnen nun in New York die Verhandlungen zum völkerrechtlichen Verbot von Atomwaffen. In zwei Runden wollen die Vereinten Nationen bis zum 7. Juli 2017 einen Vertrag zur internationalen Ächtung verhandeln. Damit wird eine Lücke im Völkerrecht geschlossen: Atomwaffen sind die einzigen Massenvernichtungswaffen, die noch nicht verboten sind.

Kontakt: Xanthe Hall, 0161- 941 61 249, eMail

http://www.icanw.de/neuigkeiten/un-beschliessen-zu-heiligabend-konferenz-ueber-atomwaffenverbot/

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