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Aktuelle Mitteilungen

  • Gesundheitliche Folgen von Fukushima. Presseinformation der IPPNW Deutschland. Zum zweiten Jahrestag der von einem Erdbeben ausgelösten Atomkatastrophe vom 11. März 2011 in Japan legt die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW eine quantitative Abschätzung der „Gesundheitlichen Folgen von Fukushima“ vor. Der ...
    Veröffentlicht um 11.03.2013 02:51 von Claudia Bürgler
  • Fukushima Gedenktag 9. März Setze ein friedliches und familienfreundliches Zeichen zum Gedenken an Fukushima.Am Samstag, 09.03.2013 von 13.00 –16.00 Uhr auf dem Münsterplatz in Bern!Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen ...
    Veröffentlicht um 25.02.2013 01:48 von Claudia Bürgler
  • Aefu und PSR/IPPNW Stellungnahme zum Bericht "Zukunft Stromversorgung" der Akademien der Wissenschaften Der im Juli veröffentlichte Bericht "Zukunft Stromversorgung" http://www.proclim.ch/4dcgi/energy/all/Media?2402 der Akademien der Wissenschaften ergibt den Eindruck, dass neben den energiepolitischen Prognosen das menschliche ...
    Veröffentlicht um 14.01.2013 03:11 von Claudia Bürgler
  • Stellungnahme zur Energiestrategie 2050 Bis Ende Januar läuft die Vernehmlassung zur Energiestrategie 2050 des Bundesrats. PSR / IPPNW Schweiz begrüsst grundsätzlich die Stossrichtung des Bundesrates, er geht einen weiteren Schritt, um die Energiewende in der ...
    Veröffentlicht um 14.01.2013 02:13 von Claudia Bürgler
  • Neuer Kurzfilm visualisiert Unfall in Mühleberg Mühleberg — was wenn?185’000 Menschen im Gebiet von Mühleberg über Bern und Sursee bis zur Reuss müssen ihre Häuser für immer verlassen. 10’000 km2 Land sind kontaminiert. Das ...
    Veröffentlicht um 11.10.2012 06:22 von Claudia Bürgler
  • Nuclear-Free Future Award 2012 in Heiden, AR, Switzerland Am 29. September 2012 fand in Heiden auf Einladung von Dunant 2010plus/ IPPNW Schweiz und NFFA die Preis-Verleihung und das Symposium "ATOMFREI DENKEN" statt. Die Preisträger des Nuclear-Free ...
    Veröffentlicht um 31.10.2012 04:17 von Claudia Bürgler
  • Déja vu - Missgebildete Schmetterlinge um Fukushima Gesunder Schmetterling Missgebildeter Schmetterling Nach Fukushima - Erste Mutationen bei Schmetterlingen 14. August 2012 Tageschau SFD DRS Die Schmetterlinge gelten als Bioindikatoren: Veränderungen bei Schmetterlingen deuten auf Veränderungen im gesamten Ökosystem ...
    Veröffentlicht um 15.08.2012 01:35 von Martin Walter
  • Weiterer Erfolg für Mühleberg-Gegner Gegner des Atomkraftwerks Mühleberg haben einen weiteren Erfolg verbuchen können. Gemäss einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts muss das Uvek ein Gesuch um Entzug der Betriebsbewilligung inhaltlich prüfen. Das Infrastrukturdepartement wollte nicht ...
    Veröffentlicht um 09.08.2012 03:56 von Martin Walter
  • Nuclear energy - it is over Für neue AKW fehlt es weltweit an InvestorenFukushima beschleunige den Abstieg der Kernkraftwerke, heisst es im «World Nuclear Industry Status Report 2012». NZZ am Sonntag 8.7.2012Mycle ...
    Veröffentlicht um 03.08.2012 05:06 von Martin Walter
  • Fukushima-Katastrophe: Justiz nimmt Verantwortliche ins Visier Die japanische Justiz hat nach Meldungen von Medien die Strafverfolgung gegen die Verantwortlichen der Atomkatastrophe von Fukushima aufgenommen. Die Ermittlungen sollen sowohl die Betreiberfirma Tepco (Hauptsitz in Tokyo links im ...
    Veröffentlicht um 02.08.2012 00:28 von Martin Walter
  • Der "final report" der japanischen unabhängigen Kommission über "Fukushima" ist publiziert Beängstigend ist das alles. Das Versagen der Betreiber, der japanischen Administration, der Sicherheitsbehörden und der Regierung Japans ist eklatant. Weinberg lässt grüssen, und Fukushima widerlegt seine These von sauberer Energie ...
    Veröffentlicht um 03.08.2012 09:15 von Martin Walter
  • Japan wieder unter Atomstrom NZZ online 5.7.2012 Um Stromknappheit im Sommer zu vermeiden, setzt Japan wieder auf Atomstrom. Ein Reaktor in Ohi wurde wieder in Betrieb genommen, der wie alle anderen Kernkraftwerke ...
    Veröffentlicht um 05.07.2012 04:57 von Martin Walter
  • Sekundärprophylaxe nach einem SuperGau - ein Vorschlag von PSR/IPPNW/Schweiz What strategy of secondary prevention after a nuclear beyond design-basis accident? Martin Walter, MD, Michel Fernex, Professor and MD., Claudio Knüsli, MD (members of the board of IPPNW ...
    Veröffentlicht um 18.08.2012 08:48 von Martin Walter
  • Zustand der japanischen AKW 26.3.2012 Zur Zeit ist nur ein Reaktor von 54 insgesamt am Netz. Alle anderen sind abgeschaltet. Teils wegen des Erdbebens oder auf Befehl der Regierung (17), teils wegen Wartungsarbeiten (36). Ende ...
    Veröffentlicht um 10.04.2012 09:20 von Martin Walter
  • Die Strahlenlast im Pazifischen Ozean nach dem Fukushimaunfall Fukushima-derived radionuclides in the ocean and biota off JapanAbstract pnas.1120794109 www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1120794109 The Tohoku earthquake and tsunami of March 11 ...
    Veröffentlicht um 06.04.2012 20:22 von Martin Walter
  • Das Atomkraftwerk Penly in der Nordwestnormandie hat gebrannt und hat Wasser aus dem Primärkühlkreislauf verloren Französisches Akw Penly bleibt vorerst abgeschaltet (AFP) – 6.4.2012  Paris — Nach dem Austritt radioaktiven Wassers und einem Brand im Atomkraftwerk Penly in Nordwestfrankreich bleibt der Reaktorblock Zwei vorerst abgeschaltet ...
    Veröffentlicht um 06.04.2012 10:53 von Martin Walter
  • TEPCO - Der Betreiber von Fukushima Daiichi vor dem Konkurs 30. März 2012, Neue Zürcher ZeitungTepco fordert eine weitere Billion YenDie japanische Regierung will Mitsprache beim AKW-BetreiberGer. Tokio ⋅ Um eine Insolvenz abzuwenden, hat die Betreibergesellschaft des ...
    Veröffentlicht um 06.04.2012 07:44 von Martin Walter
  • Mühleberg ist nicht sicher Ein Film von Jürg Joss zeigt es: Mühleberg ist keineswegs sicher Schauen Sie mal rein! Der Staudamm Wohlensee ist das grosse Problem, das von unseren Politikern und von den Sicherheitsbehörden ...
    Veröffentlicht um 01.04.2012 13:07 von Martin Walter
  • Fukushima lässt grüssen Das Buch von Susan Boos ist seit 9.3.2012 im Buchhandel erhältlich. Susan Boos hat in Japan und in der Schweiz recherchiert über den Unfall in Fukushima und den ...
    Veröffentlicht um 20.03.2012 13:09 von Martin Walter
  • Unter Kontrolle? - Radioaktivität in Atomindustrie und Medizin 26. April 2012, SolothurnForum Medizin & UmweltIst die Schweiz auf eine atomare Katastrophe vorbereitet? Kann die Bevölkerung rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden? Welche Gefahren drohen für Mensch und Umwelt ...
    Veröffentlicht um 26.03.2012 01:38 von Claudia Bürgler
  • Das Atomdorf - oder eine verschworene Gesellschaft Prof. Dr. Horst-Michael Prasser,  ETH Zürich, sagte am 30.5.2011 in einer Information des Tonhalleorchesters in Zürich, der Fukushima-Atomkraftwerkunfall sei für Japan wegen einer günstigen Wettersituation und ...
    Veröffentlicht um 15.03.2012 08:40 von Martin Walter
  • Japan fast ohne Atomstrom Ende März werden die beiden letzten Atomkraftwerke des Landes wegen Wartungsarbeiten vom Netz genommen. (Bild: Keystone / AP) Erdöl- und Gaskraftwerke füllen die EnergielückeNZZ 10.3.2012Obschon ein Jahr ...
    Veröffentlicht um 10.03.2012 04:51 von Martin Walter
  • Aus für das AKW Mühleberg? Ja das wars! Betrieb des KKW Mühleberg wird bis Mitte 2013 befristet7. März 2012, 15:13, NZZ Online«Erhebliche offene sicherheitsrelevante Fragen»Mit Blick auf Risse im Kernmantel, die Erdbebensicherheit und eine ...
    Veröffentlicht um 07.03.2012 11:56 von Martin Walter
  • Japan erwacht - Regierungskomitee publiziert einen Zwischenbericht Was sind die relevanten Ereignisse, die zum SuperGau von Fukushima geführt haben? War das Erdbeben vom 11.3.2011 alleine schuld an der Reaktorkatastrophe? Brauchte es den Tsunami als zusätzlichen ...
    Veröffentlicht um 01.02.2012 11:26 von Martin Walter
  • Der Ausstieg muss in die Bundesverfassung Atomausstiegsinitiative Die von einer breiten Trägerschaft (u.a. auch von PSR/ IPPNW Schweiz) unterstützte Atomausstiegsinitiative will den Betrieb von Atomkraftwerken verbieten. Nach einer maximalen Laufzeit von 45 Jahren sollen alle ...
    Veröffentlicht um 21.01.2012 13:27 von Martin Walter
  • Atomausstieg Pressemitteilung français  / englishDie AerztInnen für Soziale Verantwortung / zur Verhütung des Atomkriegs (PSR/IPPNW, Friedensnobelpreis 1985) Schweiz haben mit Genugtuung den gestrigen Entscheid des Ständerates in Sachen Atomausstieg zur Kenntnis genommen ...
    Veröffentlicht um 29.09.2011 06:41 von Martin Walter
  • Explosion in den Atomanlagen von Marcoule In Marcoule, 30 km nördklich von Avignon, wo drei alte, stillgelgte Reaktoren stehen, werden einerseits MOX-Brennelemente hergestellt und andererseits leicht belasteter radioaktiver Abfall verbrannt. Am 12.9.2011 explodierte ...
    Veröffentlicht um 17.09.2011 02:50 von Martin Walter
  • Keine Hinweise auf auf ein erhöhtes Kinderkrebsrisiko? "Keine Hinweise auf ein erhöhtes Kinderkrebsrisiko in der Nähe von Kernkraftwerken" - unter diesem Titel war die Kommunikation der Resultate der Canupisstudie von den Autoren der Studie an die Presse getragen ...
    Veröffentlicht um 13.08.2011 09:20 von Martin Walter
  • Pressemitteilung zu CANUPIS 15. Juli 2011 CANUPIS-Resultate: Den Medien fehlten Informationen zu AKW und KinderkrebsIn der Medienkonferenz zur CANUPIS-Studie vom 12.7.2011 an der Universität Bern informierten die Autoren des ISPM über ...
    Veröffentlicht um 17.07.2011 06:57 von Martin Walter
  • Statistische Nachweiskraft der CANUPIS-Studie ungenügend 12.7.2011 CANUPIS-Studie: Häufung von Leukämien bei Kleinkindern nicht ausgeschlossen In der Medienmitteilung des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) der Universität Bern vom 12.7.2011 orten wir von PSR ...
    Veröffentlicht um 25.07.2011 08:14 von Martin Walter
  • Fukushima Dai-ichi - der SuperGAU Am 11.3.2011 ereignete sich im Nordosten Japans eines der schwersten Erdbeben. Ein Tsunami mit bis 14 Meter hoher Flutwelle überschwemmte anschliessend die Nordostküste des Landes und schickte 3 ...
    Veröffentlicht um 03.08.2012 09:14 von Martin Walter
  • Nationalrat bestätigt Energiewende.   Die Allianz «Nein zu neuen AKW» ist über den Entscheid des Nationalrates sehr erfreut. Mit dem Ja zum Atomausstieg wird die neue Energiepolitik des Bundesrates bestätigt. 101 Parlamentarierinnen und Parlamentarier ...
    Veröffentlicht um 03.07.2011 02:41 von Martin Walter
  • Atomenergie und Gesundheitsrisiken Offener Brief der Schweizer Sektion der PSR / IPPNW (Ärztinnen und Ärzte für Soziale Verantwortung / zur Verhütung des Atomkrieges) und der AefU (Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz) vom 3. Juni 2011 ...
    Veröffentlicht um 16.06.2011 06:25 von Martin Walter
  • Tschernobyl – Fukushima: ärztliche Verantwortung in der Atompolitik PSR / IPPNW Artikel Schweizerische Aerztezeitung Nummer 21, Mai 2011Ionisierende Strahlung erzeugt maligne Tumoren und genetische Schäden. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass Strahlenbelastungen auch transgenetisch schädlich sein können ...
    Veröffentlicht um 09.07.2011 10:39 von Martin Walter
  • WHO soll objektiv über gesundheitliche Gefahren informieren Atomunfall in Fukushima. Pressemitteilung der IPPNW Deutschland vom 22.3.2011. more
    Veröffentlicht um 08.06.2011 23:55 von Martin Walter
  • Radioaktive Verstrahlung der Bevölkerung durch Atomkraftwerkunfälle in Japan. (Pressemitteilung vom 14.3.2011)  Radioaktive Verstrahlung der Bevölkerung durch Atomkraftwerkunfälle in Japan Die PSR / PPNW Schweiz - die Ärztinnen und Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges und für Soziale Verantwortung - nehmen ...
    Veröffentlicht um 08.06.2011 23:22 von Martin Walter
  • Presseerklärung PSR/IPPNW Schweiz vom 26.11.2009 zur Diskussion über die statistische Nachweiskraft der CANUPIS-Studie Ungenügende statistische Nachweiskraft für Schweizer Studie zu Kinderkrebs um Atomkraftwerke? Seit dem 1. Sept. 2008 wird an der Schweizer CANUPIS-Studie gearbeitet, mit Ergebnissen ist 2011 zu rechnen. CANUPIS steht ...
    Veröffentlicht um 12.07.2011 12:49 von Martin Walter
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Gesundheitliche Folgen von Fukushima. Presseinformation der IPPNW Deutschland.

veröffentlicht um 11.03.2013 02:51 von Claudia Bürgler

Zum zweiten Jahrestag der von einem Erdbeben ausgelösten Atomkatastrophe vom 11. März 2011 in Japan legt die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW eine quantitative Abschätzung der „Gesundheitlichen Folgen von Fukushima“ vor. Der Report dokumentiert besorgniserregende Befunde, die schon jetzt, nur zwei Jahre nach dem Super-GAU sichtbar werden. Der Nürnberger Wissenschaftler Dr. Alfred Körblein fand für ganz Japan einen signifikanten Rückgang der Geburten genau 9 Monate nach Fukushima.

Von 4.362 fehlenden Geburten im Dezember 2011 entfielen nur 209 auf die Präfektur Fukushima. Eine erhöhte Säuglingssterblichkeit u.a. „exakt“ neun Monate nach Beginn der Katastrophe ist ein weiteres Anzeichen dafür, wie sehr dieses Land insgesamt und eben keineswegs nur die Präfektur Fukushima von diesem Atomunfall betroffen ist. Besonders erschreckend sind die jüngsten Zahlen über Schilddrüsenzysten und -knoten bei mehr als 55.000 Kindern allein in der Präfektur Fukushima – und diese ist nur eine von 47 japanischen Präfekturen dieser dicht besiedelten Inseln, über die rund 20 Prozent der in die Atmosphäre freigesetzten Radionuklide niederging (ca. 80% der atmosphärischen Freisetzungen kontaminierten das Meer). Anders als bei Erwachsenen sind derartige Schilddrüsenveränderungen bei Kindern „als Krebsvorstufen“ anzusehen, so der ehemalige Chefarzt der Herforder Kinderklinik, Dr. Winfrid Eisenberg, einer der Autoren der IPPNW-Studie. Die Ärzteorganisation empfiehlt daher eindringlich, in ganz Japan systematische Schilddrüsenuntersuchungen bei Kindern durchzuführen.
Prognosen über die zu erwartenden Krebserkrankungen infolge der deutlich erhöhten „Hintergrundstrahlung“ in Japan wie auch aufgrund des Verzehrs von radioaktiv kontaminierten Nahrungsmitteln sind mit vielen Unsicherheiten behaftet. 

Die Ärzteorganisation IPPNW hielt es dennoch für erforderlich, der Welt-öffentlichkeit zumindest auf der Grundlage der bislang verfügbaren Daten näherungsweise die Dimension dieser Nuklearkatastrophe vor Augen zu führen. Auf der Basis von Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften über die Bodenkontamination mit radioaktivem Cäsium bzw. aufgrund von Messungen der Ortsdosisleistungen im Herbst 2012 kommen die IPPNW-Autoren Henrik Paulitz, Dr. Winfrid Eisenberg und Reinhold Thiel in drei alternativen Abschätzungen auf rund 20.000 bis 40.000 Krebserkrankungen aufgrund der „äußeren Strahlungsbelastung“ in Japan. Diese Zahlen ergeben sich, wenn man mit dem Risikofaktor von 0,1/Sv rechnet, den auch die Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen annimmt. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen muss man allerdings von einem doppelt so hohen Risiko und somit von bis zu 80.000 Krebserkrankungen aufgrund der externen Strahlenbelastung ausgehen. 

Für die Abschätzung der zu erwartenden Krebserkrankungen aufgrund von kontaminierten Nahrungsmitteln wurden gut 133.000 vom japanischen Gesundheitsministerium veröffentlichte Messergebnisse herangezogen, von denen allerdings nur gut 17.000 Daten tatsächlich als konkrete Messwerte veröffentlicht wurden. Unter konservativen Annahmen ergeben sich laut IPPNW rechnerisch rund 18.000 bzw. 37.000 Krebserkrankungen nach dem anzunehmenden aktuellen Stand der Wissenschaft. 

Für die Arbeiter, die laut Betreibergesellschaft Tepco im Jahr 2011 in der havarierten Atomanlage tätig waren, liegen keine auch nur halbwegs auswertbaren Daten vor. Aufgrund der Erfahrungen nach Tschernobyl rechnet die IPPNW mit mehr als 17.000 schweren Erkrankungsfällen.

Die Ergebnisse des IPPNW-Berichts stehen in deutlichem Widerspruch zu dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO am 28. Februar vorgelegten Fukushima-Report „Health risk assessment”. IPPNW-Mitglied Dr. Alex Rosen weist in einer Analyse darauf hin, dass die WHO von fehlerhaften Annahmen ausgeht und lediglich ausgewählte Gebiete in der Präfektur Fukushima in den Blick nahm.


Mehr Informationen: Bericht, Analyse der WHO-Bewertung auf: http://www.ippnw.de/presse/presse-2013/artikel/5c295cd947/gesundheitliche-folgen-von-fukushima-2.html

Fukushima Gedenktag 9. März

veröffentlicht um 25.02.2013 01:39 von Claudia Bürgler   [ aktualisiert: 25.02.2013 01:48 ]

Setze ein friedliches und familienfreundliches Zeichen zum Gedenken an Fukushima.
Am Samstag, 09.03.2013 von 13.00 –16.00 Uhr auf dem Münsterplatz in Bern!
Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten an diesem Gedenktag die Möglichkeit, ihre individuellen Wünsche für die Zukunft mitzuteilen. Diese Wünsche sind für Dich persönlich, für die Opfer der Fukushima–Katastrophe, für die Menschen in der Schweiz, für die politisch Verantwortlichen oder für die AKW Manager und Managerinnen.
Wir werden diese Wünsche vor Ort sammeln und öffentlich sichtbar machen: Schreib Deinen Wunsch auf ein Holzstück (mitgebracht oder bei uns erhältlich), das ein Teil eines grossen Wunschberges wird und so ein Zeichen setzt!
Für Verpflegung ist jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin selbst verantwortlich.
Netzwerk für eine AKWfreie Schweiz
Iniziert von der: Regionalgruppe Bern Greenpeace


Aefu und PSR/IPPNW Stellungnahme zum Bericht "Zukunft Stromversorgung" der Akademien der Wissenschaften

veröffentlicht um 14.01.2013 03:11 von Claudia Bürgler

Der im Juli veröffentlichte Bericht "Zukunft Stromversorgung" http://www.proclim.ch/4dcgi/energy/all/Media?2402 der Akademien der Wissenschaften ergibt den Eindruck, dass neben den energiepolitischen Prognosen das menschliche Wohlbefinden und die Nachhaltigkeit ebenfalls prioritär gewichtet werden. Allerdings wird im Bericht selbst kaum auf die gesundheitliche Relevanz der einzelnen Stromproduktionsarten eingegangen. Dies sowohl was die Rohstoffgewinnung, den Routinebetrieb einer Anlage, den Unfall und die Entsorgung angeht. 
AefU und PSR / IPPNW haben in einer Stellungnahme versucht, diese Defizite zu beschreiben. Grundlage dazu ist die von der Akademie selbst festgelegte Definition des Wohlergehens und der Nachhaltigkeit. Aus der Kurz- und Langfassung werden anhand von Zitaten, die sich auf Wohlergehen und Nachhaltigkeit beziehen, eigene Ergänzungen beigefügt. Aufgrund einer Risikoabschätzung mit dem Hauptfokus auf menschliches Wohlergehen und Gesundheit, erfolgt am Schluss – im Gegensatz zur Akademie –  eine Bewertung aus heutiger Sicht.
Die gemeinsame Stellungnahme der AefU und PSR / IPPNW finden Sie in der Anlage.

Stellungnahme zur Energiestrategie 2050

veröffentlicht um 14.01.2013 02:13 von Claudia Bürgler

Bis Ende Januar läuft die Vernehmlassung zur Energiestrategie 2050 des Bundesrats. PSR / IPPNW Schweiz begrüsst grundsätzlich die Stossrichtung des Bundesrates, er geht einen weiteren Schritt, um die Energiewende in der Schweiz zu konkretisieren, und bekräftigt insbesondere seine Bekenntnisse zum Verzicht auf den Neubau von Atomkraftwerken, zum Ausbau der erneuerbaren Energien, zu Effizienzzielen, strengeren Vorschriften und weiteren Massnahmen bezüglich der Effizienz von Gebäuden und Fahrzeugen. Um die Energiestrategie 2050 auf den richtigen Weg zu schicken, braucht es aber darüber hinaus weisende, klare politische Rahmenbedingungen sowie eine sehr rasche Umsetzung wichtiger und griffiger Massnahmen. Nur so können sich Verbraucher, Produzenten und Investoren auf die neue Energiepolitik einstellen, Nutzen daraus ziehen und ihren Anteil beitragen. Und vor allem können nur so mögliche Risiken und daraus resultierend gesundheitliche Schäden minimiert werden. Die Stellungnahme der PSR / IPPNW Schweiz mit Forderungen an die Energiestrategie 2050 an das Bundesamt für Energie finden Sie im Anhang.

Neuer Kurzfilm visualisiert Unfall in Mühleberg

veröffentlicht um 06.09.2012 00:55 von Claudia Bürgler   [ aktualisiert: 11.10.2012 06:22 ]

Mühleberg — was wenn?

185’000 Menschen im Gebiet von Mühleberg über Bern und Sursee bis zur Reuss müssen ihre Häuser für immer verlassen. 10’000 km2 Land sind kontaminiert. Das entspricht einem Viertel der Fläche der Schweiz. Der Aufenthalt am Bielersee ist gefährlich: Der See strahlt über Jahrzehnte stark radioaktiv. Mit anderen Worten: Passiert Fukushima im AKW Mühleberg, sind weite Teile der Schweiz zerstört. Dies zeigt der neue, animierte Kurzfilm «Was passiert, wenn Fukushima in Mühleberg geschieht?», den die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU), die Ärztinnen und Ärzte für soziale Verantwortung (PSR/IPPNW) sowie Greenpeace heute an einer Medienkonferenz in Bern präsentierten. Der Film basiert auf den Resultaten einer neuen Studie des renommierten Öko-Instituts Darmstadt. Er zeigt: Geschieht Fukushima im AKW Mühleberg sind weite Teile der Schweiz zerstört. Deshalb gehört der Altreaktor sofort abgeschaltet. 


Dokumente siehe Anlagen PDF
  • 01. Pressemitteilung deutsch
  • 02. Pressemitteilung französisch
  • 03. Ist meine Gemeinde betroffen?
  • 04. Hintergundinfos
  • 05. Studie von Christian Küppers/ Veronika Ustohalova Öko-Institut Darmstadt:  Studie Mögliche Folgen eines Unfalls im KKW Mühleberg bei ähnlichen Freisetzungen radioaktiver Stoffe wie aus einem Block des KKW Fukushima-Daiichi
Referate Pressekonferenz 6.9.2012
  • 06. Dr. med. Peter Kälin, Präsident AefU: Die Menschen können nicht geschützt werden
  • 07. Dr. med. Claudio Knüsli, Vorstand PSR/IPPNW: Wir Aerztinnen und Aerzte können der Schweizer Bevölkerung bei einem schweren Atomkraftunfall nicht helfen.
  • 08. Florian Kasser, Greenpeace: Katastrophenschutz Entweder-oder
  • 09. Christian Küppers, Öko-Institut Darmstadt: KKW Mühleberg – Was wären die Folgen einer ähnlichen Freisetzung radioaktiver Stoffe wie aus einem der Blöcke des AKW Fukushima im März 2011?Echo:
6.9.2012, 18:44 - Medienmitteilung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats: Die Schweiz hat auch im Notfallschutz Lehren aus Fukushima gezogen

Nuclear-Free Future Award 2012 in Heiden, AR, Switzerland

veröffentlicht um 20.08.2012 03:01 von Claudia Bürgler   [ aktualisiert: 31.10.2012 04:17 ]

Am 29. September 2012 fand in Heiden auf Einladung von Dunant 2010plus/ IPPNW Schweiz und NFFA die Preis-Verleihung und das Symposium "ATOMFREI DENKEN" statt.
Die Preisträger des Nuclear-Free Future Award 2012 kommen aus Japan, Frankreich, Portugal, Deutschland und der Schweiz.  Seit 1998 verleiht die Franz-Moll-Stiftung Preise in den versch. Kategorien. Der Nuclear-Free Future Award ehrt Menschen und Initiativen weltweit, die – teils unter Einsatz ihres Lebens – mitwirken, das Atomzeitalter zu beenden. 

Die Preisverleihung fand am 29. September 2012 im Kursaal Heiden/AR statt.
dazu:
Einen Film von Rolf Frey zur Preisverleihung finden Sie eingebettet. Es ist ein youtube-Film

YouTube-Video



Die internationale Jury aus Aktivisten und Wissenschaftlern wählte in den drei
Kategorien Widerstand, Aufklärung, Lösung (dotiert mit je US-Dollar 10.000) die folgenden Kandidaten:

WIDERSTAND:  Gabriela Tsukamoto und die Organisation MUNN
Bis 1991 gehörte Portugal mit 62 Minen zu den wichtigsten Uranlieferanten; auch in der Bombe auf Hiroshima befand sich portugiesisches Uran. Jetzt soll nach zwanzig Jahren die Gewinnung wieder aufgenommen werden. Die Kleinstadt Nisa, angeführt durch seine Bürgermeisterin Gabriela Tsukamoto und die Initiative „Movimento Uranio em Nisa Nao“, kämpft gegen die Bedrohung durch Uranabbau. Dadurch rückt Portugal wieder auf die
Landkarte des nuklearen Widerstands.
AUFKLÄRUNG: Katsumi Furitsu
Die japanische Ärztin aus Osaka ist Mitglied der internationalen Ärzteorganisation IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War/ Physicians for Social Responsibility) und hat an allen nuklearen Krisengebiete der Welt gearbeitet. Nach Fukushima sorgte sie für den Fluss unzensierter Nachrichten in die Welt. Ungleich vieler ihrer japanischen Kollegen stellt die Medizinerin seit dreißig Jahren bei den Gefahren durch
radioaktive Verseuchung die Atomkraft neben die Atombombe. Sie wurde von der am 14. Juni verstorbenen Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Rosalie Bertell, nominiert. 
LÖSUNGEN: Yves Marignac
Er gilt als einer der führenden unabhängen Energie-Experten Frankreichs und leitet die Organisation WISE-Paris (World Information Service on Energy). Yves Marignac ist CoAutor des Manifests NégaWatt, in dem das Szenario eines atomfreien Frankreich entworfen wird.

Hinzu kommen zwei Ehrenpreise:

LEBENSWERK:  Sebastian Pflugbeil
Der Physiker und DDR-Bürgerrechtler ist ein Atom-Detektiv: Seit Jahrzehnten eine Quelle für zuverlässige Daten, deckt er immer wieder gefälschte Daten und Statistiken auf. Er ist Präsident der 1991 gegründeten Gesellschaft für Strahlenschutz in Berlin und Redakteur des „Strahlen-Telex“.
BESONDERE ANERKENNUNG:  Susan Boos
Die Chefredakteurin der Schweizer Wochenzeitung WOZ zählt in der europäischen Medienwelt zu den wenigen zuverlässigen Autorinnen, die das Thema Kernenergie nie aus den Augen gelassen haben. Große Beachtung fand ihre jüngste Publikation „Fukushima lässt grüßen“ (Rotpunktverlag). 

Mehr zum Nuclear-Free Future Award und den PreisträgerInnen: http://www.nuclear-free.com/deu/aktuelles.htm

Déja vu - Missgebildete Schmetterlinge um Fukushima

veröffentlicht um 14.08.2012 23:28 von Martin Walter   [ aktualisiert: 15.08.2012 01:35 ]

Gesunder Schmetterling
Missgebildeter Schmetterling

Nach Fukushima - Erste Mutationen bei Schmetterlingen

14. August 2012 Tageschau SFD DRS

Die Schmetterlinge gelten als Bioindikatoren: Veränderungen bei Schmetterlingen deuten auf Veränderungen im gesamten Ökosystem hin. Nun haben Forscher nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima Schmetterlinge mit verkümmerten Flügeln entdeckt.
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Wenige Monate nach der Katastrophe waren bei einigen Schmetterlingen (Zizeeria maha) etwa Form und Farbmuster der Flügel verändert. Das schreibt das Team von Atsuki Hiyama und Chiyo Nohara von der Universität von Ryukyu in Okinawa im Online-Journal «Scientific Reports».
Bild Ein Schmetterling vor der Reaktor-Katastrophe von Fukushima.
Besagter Schmetterling vor der Fukushima-Katastrophe ... keystone

«Wir folgern, dass künstliche Radionuklide aus der Nähe des Atomkraftwerks von Fukushima physiologische und genetische Schäden bei dieser Spezies verursacht haben», schreiben die Wissenschaftler. Schmetterlinge sind bei Experten als eine Art Bioindikator («Zeigertierchen») bekannt – wenn sie auf die Umwelt reagieren, könnte das Veränderungen im jeweiligen Ökosystem anzeigen.

Defekte wurden vererbt

Das Team sammelte Mitte Mai 2011 insgesamt 144 Schmetterlinge an zehn Orten im Umfeld von Fukushima, die während des Unglücks noch Larven gewesen waren. Die meisten Tiere sahen auf den ersten Blick normal aus. Doch bei genauerem Hinsehen zeigten sich leichte Veränderungen, schreiben die Wissenschaftler. Sie entdeckten abnorme Merkmale wie kleinere Flügel bei insgesamt 12,4 Prozent der Tiere.
Bild Ein Schmetterling nach der Fukushima-Katastrophe.

Die Forscher untersuchten auch die zweite Generation der eingesammelten Tiere. Hier stieg die Zahl der Auffälligkeiten sogar auf 18,3 Prozent. In einer dritten Generation – die die Forscher durch Kreuzung von veränderten Tieren und gesunden züchteten – wiesen sogar 33,5 Prozent Veränderungen auf. Darunter waren etwa missgebildete Fühler. Offenbar waren einige Defekte vererbt worden.

Im September 2011 ging die Gruppe erneut auf die Suche. Sie sammelten 238 Schmetterlinge, von denen insgesamt 28,1 Prozent Schäden aufwiesen. «Wir beobachteten häufige Missbildungen der Beine und Flügel sowie Anomalien im Farbmuster der Flügel», schreiben die Wissenschaftler. In der zweiten Generation dieser Insekten stieg die Zahl auf 59,1 Prozent – und war damit mehr als doppelt so hoch.
 

Weiterer Erfolg für Mühleberg-Gegner

veröffentlicht um 09.08.2012 03:56 von Martin Walter

Gegner des Atomkraftwerks Mühleberg haben einen weiteren Erfolg verbuchen können. Gemäss einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts muss das Uvek ein Gesuch um Entzug der Betriebsbewilligung inhaltlich prüfen. Das Infrastrukturdepartement wollte nicht auf das Gesuch eintreten.

Wie lange müssen wir die Bedrohung durch Mühleberg noch ertragen? Fehlt die Vernunft den Betreibern und die den Behörden, müssen uns AKW-Gegnern die Gerichte helfen! 

Nuclear energy - it is over

veröffentlicht um 02.08.2012 13:36 von Martin Walter   [ aktualisiert: 03.08.2012 05:06 ]

Für neue AKW fehlt es weltweit an Investoren

Fukushima beschleunige den Abstieg der Kernkraftwerke, heisst es im «World Nuclear Industry Status Report 2012». NZZ am Sonntag 8.7.2012
Mycle Schneider is a is an energy consultant,[2] and nuclear analyst,[3] who has been adviser to members of the European Parliament on energy issues for more than 20 years.[2] From 1998 to 2003, Schneider advised on energy policy for the French environment minister's office and the Belgian minister for energy and sustainable development. Since 2000 he has been a consultant on nuclear issues to the German environment ministry.[2] He has also provided energy consulting for the International Atomic Energy Agency.[4]

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Fukushima-Katastrophe: Justiz nimmt Verantwortliche ins Visier

veröffentlicht um 02.08.2012 00:22 von Martin Walter   [ aktualisiert: 02.08.2012 00:28 ]

Die japanische Justiz hat nach Meldungen von Medien die Strafverfolgung gegen die Verantwortlichen der Atomkatastrophe von Fukushima aufgenommen. Die Ermittlungen sollen sowohl die Betreiberfirma Tepco (Hauptsitz in Tokyo links im Bild) wie hohe Politiker betreffen. NZZ digital 2.8.2012

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